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Donnerstag, 16. Mai 2024

Lesestoff

Ein Justiz- und Jugendamts-Krimi
Die unschuldige Mörderin

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Bitterböse und witzig
Wenn ein Jugendamt Akten vertauscht
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Eine Satire mit Anhang

-Ritalin
-Das Schweigen der Suchthelfer (Step gGmbH Hannover)
-Die Frau, die schummelte (Jugendamt Hamburg)
-Die getrennten Geschwister aus Münster
-600 unerforschte Sekten

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Gelobter Krimi

Erschienen bei Amazon
als e-book und als
Print. 
Eine Nacht wach geblieben

"Ich lese nicht viel/oft", schreibt mir gerade eine Leserin meines Krimis "Die unschuldige Mörderin", doch meine Broschüre habe sie nur einmal aus der Hand gelegt, um ein wenig zu schlafen. Sie sei oft überrascht worden, das habe sie wach gehalten.

"Die unschuldige Mörderin" ist eine Mischung aus Realem und Fiktivem. So manches Fiktive ist zudem während des Schreibens real geworden. Ich fand bei Facebook Hilferufe von Kindern, die ich mir nie hätte ausdenken können. Manchmal hatte ich das Gefühl, jemand schreibt bei diesem Jugendamts-Krimi mit. Auch den Schluss, der mir einfiel, hielt ich nur kurze Zeit für unmöglich. Dann geschah das von mir Ausgedachte.

Möglicherweise liegt das auch daran, dass viele Jugendämter ein stereotypes Verhalten an den Tag legen. So stelle ich gerade fest, dass der Fall, mit dem ich mich auf Bitten einer Mutter derzeit beschäftige, einem anderen Fall gleicht. Dass es dieselben Jugendamtsmitarbeiter sind wie in der älteren Geschichte, ist nur eine Randerscheinung und nicht zwingend erforderlich für ähnliche Schicksale von Müttern und Väter, die es mit einem Jugendamt zu tun bekommen...

Das e-book

Die Print-Ausgabe

Dienstag, 30. April 2019

System verbessern

Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf seinen Facebook-Seiten

Ein für mich persönlich sehr wichtiges Anliegen geht heute endlich an den Start! 


Heute nimmt die wissenschaftliche Anlaufstelle "Kinderschutzverläufe" ihre Arbeit auf. Mir ist es besonders wichtig, dass Betroffene, die Erfahrungen mit dem Hilfesystem gemacht haben, bei diesem Reformprozess zum SGB VIII gehört werden. 

Wir wollen aus deren Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendhilfe und dem Familiengericht lernen, um das Kinderschutzsystem in Deutschland besser zu machen. Deshalb wurde durch das Bundesfamilienministerium eine unabhängige wissenschaftliche Anlaufstelle beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz eingerichtet. 

Bis zum 30. Juni 2019 haben Betroffene die Möglichkeit, hier ihren Fall vertraulich einzubringen. Betroffene Kinder, Jugendliche, Eltern und Nahestehende können sich ab dem 25. April 2019 an folgende Adresse wenden und vertraulich über ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt oder dem Familiengericht berichten:
Kinderschutzverläufe
Postfach 2511
55015 Mainz
Telefon: 06131 2492274
E-Mail: forschung@kinderschutzverlaeufe.de
Homepage: www.kinderschutzverlaeufe.de


Über das Jugendamt in Wilhelmshaven habe ich Marcus Weinberg schon informiert. Die Antwort von Marcus Weinberg

Dienstag, 2. Oktober 2018

Weinberg und Jugendämter



Kann er wirklich aufräumen?
Kein Kind zu früh und keines zu spät!

Eine Inobhutnahme ist die allerletzte und extremste Maßnahme zum Schutz des Kindes. Zu oft wird so in eine Familie eingegriffen, der vielleicht auf andere Weise geholfen werden könnte. Angehörige, die ihr Kind zu Unrecht weggeben müssen, sind wütend, frustriert und verlieren den Glauben an den Rechtsstaat. Das lese ich immer wieder in Briefen und auch die Kommentare zu diesem Post werden das widerspiegeln. Ich verstehe diese Wut. Gleichzeitig muss der Schutz vor Gewalt, Verwahrlosung und Missbrauch gewährleistet sein. Dieser Artikel erzählt von einem Schicksal, das Mutter und Kind hätte erspart werden sollen. Schuldige gibt es auf vielen Seiten. Ich lasse nicht locker, bis ich sicher sein kann, dass es gerecht zugeht und alle Kinder sicher aufwachsen.

Schreibt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, am 28. September 2018 auf seinen Facebook-Seiten über einen Fall, den ich schon lange kenne. Mit seiner Vermutung, dass er viele Kommentare bekommen wird, die widerspiegeln, was im Kinder- und Jugendhilfesystem schief läuft, behielt er recht.

Montag, 9. April 2018

In aller Freundschaft

Nur wenig erfunden.
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Auch diese Anfrage aus Leverkusen muss ich leider ablehnen

Immer wieder erreichen mich bei Facebook Freundschaftsanfragen. Bevor ich die annehme, schaue ich mir die Facebook-Seiten der Frauen und Männer an, die Kontakt mit mir wünschen. Dabei fallen viele Anfragen durch ein Sieb, dafür reichen Kommentare, in denen Jugendämter als "Verbrecheramt" bezeichnet werden. In Leverkusen soll es laut heutiger Freundschaftsanfrage solch ein "Verbrecheramt" geben. Doch nicht nur dort. Denn die Behauptung, dass am Rhein die "Kinderklauer" wohnen, zieht ähnliche Behauptungen über andere Jugendämter nach sich. Ich wate also schon durch Schmutz, bevor ich einen Kontakt zugelassen habe. 

Die Zahl meiner Facebook-Freunde liegt seit Jahren bei knapp 400. Meine Facebook-Freunde interessieren sich für viele Themen, die meisten Freunde kenne ich persönlich. Zu den schwierigsten Themen gehört die Kinder- und Jugendhilfe. Ich hätte nie gedacht, dass es auf diesem sozialen Feld so viele faule Früchte gibt. Immer wieder begegne ich Jugendämtern, deren Arroganz kaum noch zu übertreffen ist. Die interessieren sich gar nicht dafür, wenn jemand über einen Fall viel mehr weiß als die Behörde selbst. Die verbuddeln sich sogar dann noch hinter dem Datenschutz, wenn sie längst einsehen müssten, dass sie mit ihren Methoden nicht weiterkommen. Das Wohl der Kinder bleibt deswegen oft auf der Strecke.

Da muss einem gelingen, was nicht einfach ist. Sachlich bleiben, darauf hoffen, dass in ein Jugendamt manchmal auch Einsichtsfähigkeit einziehen kann. Mögen die Chancen noch so gering sein, die Hoffnung stirbt zuletzt. Stirbt sie doch, dann könnte es durchaus daran liegen, dass Jugendämter die Gesetze missachten und mit Einrichtungen zusammenarbeiten, die nur als zwielichtig bezeichnet werden können. 

Wie beispielsweise in Lüneburg geschehen. Dort sind Kostenträger um Riesenbeträge erleichtert worden. Dabei halfen fast alle Jugendämter Niedersachsens. Ausnahme: das Jugendamt von Wolfsburg, das 2008 sehr schnell begriff, was Sache war und den weiteren Aufenthalt eines Mädchens in Lüneburg verhinderte. Und es ergoss sich trotzdem auch fürderhin ein wundersamer Geldstrom in diese Einrichtung, die erst nach über 20 Jahren wieder geschlossen wurde. Der neue Eigentümer behauptete, das bisherige Konzept sei der Grund für die Schließung. Dabei hatte die Einrichtung nie ein Konzept...Wie das Jugendamt von Wolfsburg 2008 richtig feststellte. Aber Lügen gehört auch in der Kinder- und Jugendhilfe zum Geschäft.

Da das so ist, schaue ich mir jede Freundschaftsanfrage genau an. Über das Kinder- und Jugendhilfesystem muss nichts erfunden werden. Es ist marode. Dagegen helfen keine Kraftausdrücke. Manchmal probiere ich es mit Ironie. Bringt auch nur selten etwas. Viele Jugendämter verstehen Ironie gar nicht.

Karriere machen kann man immer noch 


Freitag, 4. Dezember 2015

Gemeinsames Sorgerecht

Bei Facebook kursiert diese Meldung

Europarat beschließt Regelfall Doppelresidenz, 50:50 Wechselmodell für alle Mitgliedstaaten der EU am 2.10.2015 einstimmig. Resolution 2079
Die Hauptforderung des Europarates ist das gemeinsame Sorgerecht ab Geburt und die gleichberechtigte Betreuung der Kinder, unabhängig davon ob die Eltern einen Trauschein haben oder nicht.

"Die Erfüllung der Pflichten der Eltern gegenüber ihren Kindern bei gleicher Betreuungsleistung und gemeinsamer Unterhaltsleistung, ist zweifellos die beste Lösung."

Die über 50 internationalen wissenschaftlichen Langzeitstudien, als Grundlage der Entscheidung, lassen keinen Zweifel mehr daran, was dem Kindeswohl entspricht: Zwei Zu Hause zu haben.

Alle Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, die paritätische Doppelresidenz/Wechselmodell, also die Betreuung von Trennungskindern durch beide Elternteile, als bevorzugtes anzunehmendes Modell im Gesetz zu verankern.
Erstrangig hat ein leiblicher Vater durch Betreuung seiner elterlichen Verantwortung nachzukommen. Das Wechselmodell 50:50 in der Praxis wünschen sich Kinder von sich aus, weil es ihren Bedürfnissen am nächsten kommt und entspricht. Kein Kind würde sich freiwillig darauf einlassen, mit einem Elternteil weniger Zeit zu verbringen, als mit dem anderen. Insofern können andere Zeitaufteilungen abseits einer 50:50 Regelung nur Ausnahmen für Einzelfälle sein. Konsequenz: Kein Anlass mehr zum Streit, worunter die Kinder am meisten leiden.

Sonntag, 18. Mai 2014

Gewalt-Videos

"Sie hängen wohl schon wieder zusammen." Berichtet eine Wilhelmshavenerin. Gehört hat sie das von einem Nachbarn der Opfer-Familie. Sie - das wären eine 14-Jährige, eine 17-Jährige und ein 17-Jähriger. Außerdem die Gaffer. Die 14-Jährige ist am 5. Mai 2014 auf einer Brücke von den beiden 17-Jährigen überfallen worden. Sie traten auf ihrem Opfer herum, als es bereits am Boden lag. Herumstehende filmten den Überfall, die Videos landeten im Netz und wurden bei Facebook verbreitet. Die Veröffentlichung sorgte für Entsetzen, andere schrien nach Lynchjustiz, die im Netz organisiert werden sollte. 40 Rabauken zogen los und warfen bei einem der vermutlichen Täter Scheiben ein.

"Wagner sagt Sätze wie: "Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens" und: "Jede Form von Gewalt ist zu verurteilen". Außerdem habe sich die Zahl der jugendlichen Gewalttaten seit 2008 halbiert, auf jetzt 93 im Jahr 2013. Später schreibt seine Pressestelle, dass das städtische Jugendamt Antiaggressivitätskurse mit "0,5 Stellen im Jugendamt und 733 eingekauften Fachleistungsstunden" anbietet. Ist das jetzt viel oder wenig?" Schreibt und fragt am 15. Mai 2014 die "Welt".

Andreas Wagner ist seit November 2011 der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven. Braun gebrannt und mit gut sitzendem Anzug soll er laut "Welt" vor den Fernsehkameras gestanden haben, als etwa 200 Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener auf dem Valoisplatz gegen Gewalt protestierten.

Die von dem Opfer, von den beiden Tätern und den Gaffern längst wieder abgehakt worden ist? Sie hängen erneut zusammen - wie Gerüchten zufolge schon lange auf merkwürdige Weise? Die 14-Jährige soll schon zweimal schwanger gewesen sein, bei dem Überfall am 5. Mai 2014 hat sie diesen Gerüchten zufolge wieder ihr Baby verloren. Die 17-jährige Schlägerin sei von dem 17-jährigen Schläger schwanger. Die "Welt" deutet eine "Dreiecksbeziehung" nur an.  Das Trio soll im Netz Nacktaufnahmen veröffentlicht haben.

Derzeit scheint jede und jeder aus Wilhelmshaven etwas über diese Kinder und Jugendlichen zu wissen, die sich angeblich auch nach dem Überfall auf dem Schulhof der Integrierten Gesamtschule treffen. Ein Wilhelmshavener erzählt, dass die 17-jährige Schlägerin schon in einer Jugendhilfeeinrichtung und dann im Gefängnis gewesen sei. Das System habe offenbar versagt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Tötung.

Wilhelmshaven ist eine tote Stadt, stellt in der "Welt" ein Rapper fest. Diese tote Stadt entlässt ihre Kinder, die sich täglich anhören müssen, wie hoch die Arbeitslosigkeit ist? Dass Wilhelmshaven verfällt, sehen sie, wenn sie aus dem Haus gehen. Wie rüpelhaft sogar Politiker miteinander umgehen, könnten die Kinder von Wilhelmshaven erfahren, wenn sie sich dafür noch interessieren würden. Über "Kultur des Hinsehens" können viele von ihnen nur noch müde lächeln. Hinsehen könnte in Wilhelmshaven nämlich zu einem Nervenzusammenbruch führen.

In solchen Fällen diskutieren Experten über den Sinn oder Unsinn von Gefängnisstrafen, als könne man den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Oberbürgermeister Andreas Wagner steht derweil der Sinn nach dem Ausbau von Ganztagsschulen in Wilhelmshaven: "Dann kommen junge Leute gar nicht erst auf solche Ideen." Wirklich?

Die Brücke des Überfalls ist vorher schon einmal ein Thema gewesen. Anlieger beschwerten sich über Müll und laute Treffen junger Leute. Ein SPD-Ratsherr sah sich dort sogar um. Geschehen ist aber nichts? Weil auch Verwaltung und Rat die "Kultur des Hinsehens" nicht pflegen? 

Montag, 15. Oktober 2012

ARD-Sendung

"Das Kind kriegst du nicht"

"Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt. Der Film erzählt vom Schicksal der Eltern, die nach der Trennung vom Partner die gemeinsamen Kinder gar nicht oder nur sehr selten sehen dürfen. Es sind Väter und Mütter, die sich zuvor auch im Alltag intensiv um ihre Kinder gekümmert hatten und eine liebevolle Beziehung zu ihnen pflegten. Nun wurden sie von einem Tag auf den anderen aus dem Leben ihrer Kinder gestoßen – trotz eines gemeinsamen Sorgerechts."

Kündigt Das Erste für heute Abend, 23.40 Uhr, eine Sendung mit Livestream, Facebook und Twitter an. Titel: "Das Kind kriegst du nicht". Meistens sind es die Mütter, die Kinder von den Vätern fernhalten, aber munter Kindergeld und andere staatliche Zuwendungen kassieren. Bleibt der Scheck für die Unterhaltszahlung aus, stehen sie ebenfalls auf der Matte. Das klingt so unglaublich wie man diesen Missstand scheinbar leicht abstellen könnte. Alle Zahlungen bei Umgangsverweigerung streichen, könnte eine Lösung sein. Leidtragender wäre jedoch wieder das Kind, denn Mütter, die bei einem gemeinsamen Sorgerecht nicht an die Kinder denken, werden wohl auch kaum beim Geld an die Kinder denken.

Mir ist es einmal ähnlich gegangen. Ich zahlte Unterhalt für ein Kind, sollte es aber nicht sehen dürfen. Der Familienrichter wollte deshalb das Jugendamt einschalten. Darauf habe ich dankend verzichtet, denn die Einschaltung des Jugendamtes hätte das nächste Problem bedeutet. Dann hätte ich mich herumschlagen müssen mit schlecht ausgebildeten Erziehungstheoretikern, die für noch mehr Stress gesorgt und mich von Pontius (Beratungsstelle) zu Pilatus (Anwalt) geschickt hätten. Ich verließ mich einfach auf den Samen, den ich gesät hatte. Der würde früher oder später Früchte tragen. Da war ich mir sicher. An dem Kind herum zu zerren oder herumzerren zu lassen, fiel mir nicht im Traum ein. Schließlich hatten weder eine Familienrichterin noch ein Jugendamtsmitarbeiter "Papi" zu mir gesagt, sondern ein Kind, dem ich unter allen Umständen Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland ersparen wollte, die nach europäischer Auffassung alles ist - aber nicht im Sinne der Kinder.

Dass ich irgendwann einmal verzweifelte Eltern, Mütter und Väter beim Kampf um ihre Kinder unterstützen würde, ahnte ich damals nicht. Aber jetzt bin ich mir sicher: Meine Entscheidung war seinerzeit richtig. Jugendamtsmitarbeiter scheinen nämlich ein Endlos-Band verschluckt zu haben, wenn sie in gewissen Abständen ein neues Gutachten empfehlen, so manches Familiengericht kennt nicht einmal die aktuellen Gesetze, pflegt man Umgang mit einem Kind in einer Beratungsstelle, muss man bei jeder ursprünglichen Reaktion höllisch aufpassen, denn derlei wird gern als zu viel oder als zu geringe Nähe ausgelegt. Je nachdem, was Gericht und Jugendamt gerade gern hören möchten.

Außerdem wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Legt man Beschlüsse nebeneinander und die Protokolle von Hilfeplangesprächen daneben (in denen gelegentlich Beteiligte sogar frei erfunden werden), beschleicht einen oft das Gefühl, dass irgend jemand nicht von Sinnen ist. Das sind anschließend im Zweifelsfall die Eltern, der Vater oder die Mutter. So gehen die Jahre ins Land und irgendwann heißt es: "Sie sind dem Kind fremd geworden." Schon ist aus einem Jugendamt ein Fremdenamt geworden.

Da ich damals nicht zu einem Jugendamt gegangen bin, habe ich ein Kind lieb behalten - und das Kind mich. Andernfalls hätte ich irgendwann folgende Kinder gehabt: ein Kind - von Gutachtern betrachtet, ein Kind - vom Jugendamt vernachlässigt - und ein Kind - das nichts mehr zu sagen hat außer "Warum werde ich eigentlich nicht gefragt?"

Die Sache mit der Wahrheit



Samstag, 9. Oktober 2010

Facebook-Beratung

9. Oktober 2010
So klappt die nie

Sind im Netz: Fast so viele Selbsthilfegruppen und Betroffene wie Jugendämter und Familiengerichte in der Bundesrepublik Deutschland. Gehen bei Facebook ins Netz: Fast so viele Betroffene, die Rat suchen, wie Betroffene, die Ratschläge geben.


Läuft dann so: Jemand gibt einen Tipp. Melden sich gleich zwei: So klappt das nie. Außerdem ist Vorsicht geboten bei den Jugendämtern X, Y und sogar Z. Warnungen sind das A und O jeder Beratung bei Facebook. Denn beispielsweise die Familienrichterin W hat Haare auf den Zähnen. Juristische. Wachsen bei jeder Verhandlung nach.

Tipp ist also nicht. Nächster Versuch. Fordert sogleich jemand: Die Jugendämter müssen abgeschafft werden. Und ein anderer: Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einschalten, darf keinesfalls versäumt werden. Geht aber alles auch nicht. Weiß ein weiterer Berater: Erst einmal muss eine Fachaufsicht für Jugendämter her.

Macht man trotzdem etwas und teilt bei Facebook mit: Haben ersten Erfolg erzielt. Kramt sogleich jemand ein totes Kind hervor, das angeblich unter der Obhut des Jugendamtes V gestorben ist. Oder tatsächlich. Wichtig ist nur: Negativ reagieren. Sonst bekommt noch trotz Facebook eine Mutter ihre Kinder wieder. Würde ein Weltbild zerstören. Geht nicht. Darf nicht sein.

Denn schon vor Jahren sind einer Mutter, die ihre Kinder wieder bekommen hat, die Kleinen wieder weggenommen worden. Streut ein Facebook-Berater Geschichtliches ein. Das niemand prüft. Dafür bleibt keine Zeit, denn unverzüglich muss ein Kommentar verfasst werden. Geht nicht ohne die Vokabel "Kinderklau".

Wird trotzdem aber kein Facebook-Unwort des Jahres. Verzichtet werden müsste dann auch auf: "Kinderklaubehörde". Verzichtet wird nicht. Auch nicht auf Zoff zwischen den Selbsthilfegruppen. Dafür ist immer Zeit.

Montag, 8. März 2010

Nachrichtenmeer

8. März 2010
Am Ufer von Facebook

Facebook ist ein Nachrichtenmeer, ich fische heraus: Einen Bericht über Eltern, die ihre Tochter seit Mai 2008 nicht mehr gesehen haben. Hilfe suchend wendeten sie sich an das Kreisjugendamt in Stade. Sie fanden Gnadenlosigkeit und das Gericht litt unter Gehörlosigkeit, sobald sich jemand zu Wort melden wollte, der Gutes über diese Eltern zu berichten hatte.

Facebook ist ein Nachrichtenmeer, ich fische heraus: Den Bericht einer Mutter, die den Kampf um ihren Sohn verloren  hatte, als Jugendamt und Gericht die Köpfe zusammensteckten, um darüber zu beraten, was man ihr vorwerfen könne. Sie fanden eine psychische Krankheit.

Facebook ist ein Nachrichtenmeer, ich fische heraus: Eine Reaktion einer Prozessbeobachterin auf diese Schilderungen. Sie könne nur bestätigen, schreibt sie, was über Familiengerichte berichtet werde. Schlimm zugehen soll es auch in Münster und Osnabrück.

Facebook ist ein Nachrichtenmeer, ich fische heraus: 1000 Eltern wollen sich am Mittwoch auf den Weg machen nach Straßburg. Das Europäische Parlament lädt zu einer Pressekonferenz ein. Thema: Jugendämter in Deutschland.

Facebook ist ein Nachrichtenmeer, ich fische heraus: Die Bitte um ein Foto von mir, weil sich eine Frau für eine Einrichtung in Lüneburg interessiert, die angeblich familienorientierte Drogentherapie macht, aus der man jedoch immer wieder hört, dass Kinder von ihren Müttern getrennt werden. Zehn Monate dauert angeblich diese Therapie. Zumindest eine Ehemalige wäre froh darüber, wenn die Zeit der Isolation von den anderen nicht mehr als zehn Monate gedauert hätte...