29. November 2011
Es gibt solche Behörden und Einrichtungen
Die kleine Virginia aus New York hat 1897 den Chefredakteur der "Sun" gefragt, ob es den Weihnachtsmann gibt. Die Antwort wird bis heute von vielen Zeitungen in der Weihnachtszeit veröffentlicht. Wie aber müsste die Antwort ausfallen, wenn sich 2011 ein Kind nach Jugendämtern, Kinderheimen und anderen Einrichtungen erkundigen würde? Vielleicht so:
Liebe Virginia,
ja, es gibt das Jugendamt. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen gehört oder einem Jugendamtsmitarbeiter. Vor dem Familiengericht verliert es sich wie ein Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu begreifen.
Es gibt das Jugendamt so gewiss wie Sorgerechtsentzug, Trennung von Geschwistern und Heimunterbringungen. Weil es all das gibt, kann unser Leben hässlich und traurig sein. Wie hell wäre die Welt, wenn es kein Jugendamt gäbe, wie wir es allzu oft in der Zeitung lesen müssen.
Es gäbe dann auch keine Hilfepläne, die keine sind, und keine Gerichtsbeschlüsse - gar nichts, was das Leben erst unerträglich macht.
Das Licht der Kindheit, das die Welt erhellt, müsste dann auch nicht verlöschen in Kinderheimen, die nicht zulassen, dass ein Kind mit seinem Vater gemeinsam Weihnachten feiert. Es gibt dieses Kinderheim. Nun könntest du natürlich den Märchen glauben, die man in der katholischen Kirche erzählt. Gewiss könntest du deinen Papa bitten, er solle am Heilig Abend Leute ausschicken zu diesem Heim, weil an der Eingangstür "katholisch" steht. Niemand würde sie hineinlassen. Niemand bekäme das Kind, das mit seinem Vater nicht gemeinsam Weihnachten feiern darf, zu Gesicht. Aber was würde das beweisen?
Kein Mensch sieht ein Heimkind einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Jugendamtsmitarbeiter zum Beispiel, wenn sie Akten verschwinden lassen. Trotzdem gibt es sie.
All die Reißwölfe zu denken - geschweige denn, sie zu verbieten - das vermag niemand in der deutschen Welt.
Was du auch siehst, du siehst nie alles. Du kannst in ein Jugendamt einbrechen und nach den Akten suchen. Du wirst einige abgeschlossene Schränke finden, nichts weiter.
Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf dieser Welt zerreißen kann. Nicht einmal Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. "Ist das denn auch wahr?" kannst du fragen. Virginia, nichts auf dieser Welt ist wahrer und beständiger.
Das Jugendamt und das Kinderheim existieren. Sogar in zehn Mal zehntausend Jahren werden sie noch da sein, um Kinder wie dich zu erschrecken.
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Dienstag, 29. November 2011
Samstag, 10. Januar 2009
Sorgerecht
10. Januar 2009
Kinder kommen - Väter gehen?
"Väter sind nicht die besseren Elternteile. Im Falle einer Trennung oder Scheidung jedoch werden sie bei Uneinigkeit mit den Müttern wie die viel Schlechteren behandelt. Deutsche Richter und Jugendämter bringen sie oft zur Verzweiflung. Häufig verlieren sie dann sogar jeglichen Kontakt zu ihren Kindern. Aber dennoch, zu meinen Vorbildern gehört auch ein Richter. Ein Widerspruch? Keineswegs! Die CD soll klären, warum."
So stellt der Liedermacher Michael Pfennig aus Scheeßel seine neuen Titel vor. Hier geht es zu "Vaterglück".
5. Januar 2009
Mit Behörden gegen Kindeswohl kämpfen
„Ich würde gern den Vorsitz übernehmen“, sagt Heinz-Peter Tjaden aus Wilhelmshaven, der sich als Redakteur seit über einem Jahr mit Jugendämtern, Familiengerichten, Kinderheimen, Aufsichtsbehörden für den Kinder- und Jugendschutz und mit Kinderheimen beschäftigt. Geplant ist die Gründung eines Vereins „Kindesunwohl“. Das Vereinsziel lautet: Unterstützung von Behörden und von Gerichten, die Eltern ins Leere laufen lassen, wenn diese aus unerfindlichen Gründen meinen, sich selbst um ihren Nachwuchs kümmern zu müssen.
„So geht das nicht“, ist sich der 59-Jährige zumindest mit den Jugendämtern in Mönchengladbach und Stuttgart einig. „Doch es werden noch viel mehr sein“, hofft der Redakteur.
Einmal im Jahr soll die hartnäckigste Behörde oder das hartnäckigste Familiengericht mit dem Kindesunwohl-Preis ausgezeichnet werden. Gut im Rennen liegen zurzeit die Mönchengladbacher, denn die sorgen dafür, dass eine Elfjährige seit über vier Jahren in einem Kinderheim lebt und auch mit solchen Äußerungen kein Gehör findet: „Ich finde es doof, dass mich nicht jeder besuchen darf, der mich gern besuchen möchte.“
„Wo kämen wir denn hin, wenn solche Heimkinder wie Jessica Müller dabei bleiben, dass sie lieber wieder zuhause wären? Der Staat würde doch jede Kontrolle über die wichtigste Investition in die Zukunft verlieren“, unterstützt der potenzielle Vereinsvorsitzende das Jugendamt, das dermaßen idyllisch am Niederrhein herumliegt wie auch das Schloss Dilborn, das Jessica beherbergt, nicht schöner gelegen sein könnte.
Allerdings sind die Kindesunwohl-Würfel noch lange nicht gefallen, zumal bis zum 31. Oktober 2009 auch noch andere Vorschläge gemacht werden können. Ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen die Mönchengladbacher aus Stuttgart. Das dort beheimatete Jugendamt hat für eine inzwischen Einjährige Pflegeeltern gefunden. Nina entwickelt sich zwar nicht so, wie sich ein Mädchen in ihrem Alter entwickeln sollte, aber: „Das wird schon“ - sagt Heinz-Peter Tjaden.
Für die Entscheidung über den würdigsten Preisträger soll ein Punktesystem entwickelt werden. Der Redakteur aus Wilhelmshaven nennt ein Beispiel: Behörden, die auf Beschwerden von Eltern gar nicht reagieren, bekommen fünf Punkte, Behörden, die zwar antworten, aber alles ablehnen, bekommen vier Punkte, Behörden, die zwar antworten, aber nicht mehr als Besuchsrecht zulassen, bekommen drei Punkte, Behörden, die antworten und sogar eine Zeitlang mit dem Gedanken spielen, Kinder wieder zu ihren Eltern zu schicken, dies aber bleiben lassen, bekommen zwei Punkte, Behörden, die Kinder und Eltern wieder zusammenführen, bekommen einen Punkt.
Vereinsmitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die unbeirrt dabei bleibt: „Kindeswohl? Mit uns nicht!“
Das auch für andere gelten kann: Für Anlieger beispielsweise, die unverdrossen gegen Bolzplätze kämpfen.
Kinder kommen - Väter gehen?
"Väter sind nicht die besseren Elternteile. Im Falle einer Trennung oder Scheidung jedoch werden sie bei Uneinigkeit mit den Müttern wie die viel Schlechteren behandelt. Deutsche Richter und Jugendämter bringen sie oft zur Verzweiflung. Häufig verlieren sie dann sogar jeglichen Kontakt zu ihren Kindern. Aber dennoch, zu meinen Vorbildern gehört auch ein Richter. Ein Widerspruch? Keineswegs! Die CD soll klären, warum."
So stellt der Liedermacher Michael Pfennig aus Scheeßel seine neuen Titel vor. Hier geht es zu "Vaterglück".
5. Januar 2009
Mit Behörden gegen Kindeswohl kämpfen
„Ich würde gern den Vorsitz übernehmen“, sagt Heinz-Peter Tjaden aus Wilhelmshaven, der sich als Redakteur seit über einem Jahr mit Jugendämtern, Familiengerichten, Kinderheimen, Aufsichtsbehörden für den Kinder- und Jugendschutz und mit Kinderheimen beschäftigt. Geplant ist die Gründung eines Vereins „Kindesunwohl“. Das Vereinsziel lautet: Unterstützung von Behörden und von Gerichten, die Eltern ins Leere laufen lassen, wenn diese aus unerfindlichen Gründen meinen, sich selbst um ihren Nachwuchs kümmern zu müssen.
„So geht das nicht“, ist sich der 59-Jährige zumindest mit den Jugendämtern in Mönchengladbach und Stuttgart einig. „Doch es werden noch viel mehr sein“, hofft der Redakteur.
Einmal im Jahr soll die hartnäckigste Behörde oder das hartnäckigste Familiengericht mit dem Kindesunwohl-Preis ausgezeichnet werden. Gut im Rennen liegen zurzeit die Mönchengladbacher, denn die sorgen dafür, dass eine Elfjährige seit über vier Jahren in einem Kinderheim lebt und auch mit solchen Äußerungen kein Gehör findet: „Ich finde es doof, dass mich nicht jeder besuchen darf, der mich gern besuchen möchte.“
„Wo kämen wir denn hin, wenn solche Heimkinder wie Jessica Müller dabei bleiben, dass sie lieber wieder zuhause wären? Der Staat würde doch jede Kontrolle über die wichtigste Investition in die Zukunft verlieren“, unterstützt der potenzielle Vereinsvorsitzende das Jugendamt, das dermaßen idyllisch am Niederrhein herumliegt wie auch das Schloss Dilborn, das Jessica beherbergt, nicht schöner gelegen sein könnte.
Allerdings sind die Kindesunwohl-Würfel noch lange nicht gefallen, zumal bis zum 31. Oktober 2009 auch noch andere Vorschläge gemacht werden können. Ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen die Mönchengladbacher aus Stuttgart. Das dort beheimatete Jugendamt hat für eine inzwischen Einjährige Pflegeeltern gefunden. Nina entwickelt sich zwar nicht so, wie sich ein Mädchen in ihrem Alter entwickeln sollte, aber: „Das wird schon“ - sagt Heinz-Peter Tjaden.
Für die Entscheidung über den würdigsten Preisträger soll ein Punktesystem entwickelt werden. Der Redakteur aus Wilhelmshaven nennt ein Beispiel: Behörden, die auf Beschwerden von Eltern gar nicht reagieren, bekommen fünf Punkte, Behörden, die zwar antworten, aber alles ablehnen, bekommen vier Punkte, Behörden, die zwar antworten, aber nicht mehr als Besuchsrecht zulassen, bekommen drei Punkte, Behörden, die antworten und sogar eine Zeitlang mit dem Gedanken spielen, Kinder wieder zu ihren Eltern zu schicken, dies aber bleiben lassen, bekommen zwei Punkte, Behörden, die Kinder und Eltern wieder zusammenführen, bekommen einen Punkt.
Vereinsmitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die unbeirrt dabei bleibt: „Kindeswohl? Mit uns nicht!“
Das auch für andere gelten kann: Für Anlieger beispielsweise, die unverdrossen gegen Bolzplätze kämpfen.
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