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Dienstag, 2. Oktober 2018

Weinberg und Jugendämter



Kann er wirklich aufräumen?
Kein Kind zu früh und keines zu spät!

Eine Inobhutnahme ist die allerletzte und extremste Maßnahme zum Schutz des Kindes. Zu oft wird so in eine Familie eingegriffen, der vielleicht auf andere Weise geholfen werden könnte. Angehörige, die ihr Kind zu Unrecht weggeben müssen, sind wütend, frustriert und verlieren den Glauben an den Rechtsstaat. Das lese ich immer wieder in Briefen und auch die Kommentare zu diesem Post werden das widerspiegeln. Ich verstehe diese Wut. Gleichzeitig muss der Schutz vor Gewalt, Verwahrlosung und Missbrauch gewährleistet sein. Dieser Artikel erzählt von einem Schicksal, das Mutter und Kind hätte erspart werden sollen. Schuldige gibt es auf vielen Seiten. Ich lasse nicht locker, bis ich sicher sein kann, dass es gerecht zugeht und alle Kinder sicher aufwachsen.

Schreibt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, am 28. September 2018 auf seinen Facebook-Seiten über einen Fall, den ich schon lange kenne. Mit seiner Vermutung, dass er viele Kommentare bekommen wird, die widerspiegeln, was im Kinder- und Jugendhilfesystem schief läuft, behielt er recht.

Freitag, 6. April 2018

Jugendämter in Hamburg

Fantasie
hat sie. 
Die Frau, die schummelte

18. August 2016. Die Jugendämter von Hamburg geraten immer wieder in die negativen Schlagzeilen, Kinder sterben in der Obhut dieser Behörde, Pflegeeltern verklagen die Stadt, weil Jugendämter die Grundrechte von Kindern verletzen, und dann ist da auch noch eine Frau, die bei ihrem öffentlichen Lebenslauf auf den Internet-Seiten des Landesbetriebes für Erziehung und Beratung geschummelt hat.

Vorgestellt wird Arnhild S. so: "Leiterin der Jugendhilfeabteilung Süd, Diplom-Sozialpädagogin, HP Psychotherapie, ausgebildet in verschiedenen therapeutischen Verfahren, Fachkraft im Kinderschutz. Von April 2013 bis Januar 2016 leitete sie den Kinder- und Jugendhilfeverbund Altona des LEB; seit 1995 war sie im Bereich Jugendhilfe und der medizinischen Rehabilitation tätig, u.a. im Krisenmanagement (Jugendamt)." HP steht für "Heilpraktiker", diesen Abschluss kann man auch per Fernstudium erwerben. Zuständig ist Arnhild S. für Harburg, Süderelbe und Wilhelmsburg.

Bekannt ist mir diese Diplom-Sozialpädagogin schon seit längerer Zeit, denn bis zur fristlosen Entlassung des Leiters der 2014 geschlossenen Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) war sie die "rechte Hand" des Chefs und zuständig für das Grobe. Bei meinen Recherchen über diese Einrichtung erreichte ich aufgrund zahlreicher Berichte von Betroffenen diesen Erkenntnisstand: Arnhild S. kam 1995 in die TG, weil sie drogenabhängig war. Der TG-Leiter machte sich immer wieder über sie lustig, weil sie sich in ihn verguckt hatte. Sie blieb trotzdem und tat, was ihr gesagt wurde. Sie verleumdete Klientinnen und Klienten gegenüber Behörden und Gerichten, wenn das von ihr verlangt wurde, blamierte sich bei Familiengerichtsverfahren, weil sie nicht erklären konnte, was in der Einrichtung eigentlich wirklich geschah. Das fand allerdings eine Richterin heraus, die kurz vor Weihnachten 2008 feststellte: "Eine tatsächliche Therapie gibt es in der TG gar nicht."

Das galt auch für die medizinische Versorgung der Klientinnen und Klienten. Bei Beschwerden wurden Bachblüten verabreicht, Nachtdienst auf der Krankenstation machten Klienten. Einmal in der Woche schaute der Lüneburger Arzt Volker L. in der Einrichtung vorbei, machte die Runde mit einer Klientin, die in die Rolle einer Krankenschwester schlüpfen durfte. 

Von allen Übeln des Drogenkonsums sollten die Klientinnen und Klienten mit der Energiefeldtherapiemethode befreit werden, die Arhild S. Kollegin Heidrun G. als examinierte Krankenschwester anwendete. Verboten wurde dieser Humbug 2011 von den Kostenträgern. Dieses Verbot fand Volker L. so empörend, dass er höhnische mails an die Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg verfasste, die das TG-Dach bildete, bis 2012 die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg an die Step gGmbH Hannover verschenkt wurde. Von "medizinischer Rehabilitation" konnte in der TG also gar nicht die Rede sein.

Als 2011 eine 13-Jährige aus der Einrichtung abhaute, weil sie "endlich etwas lernen" wollte, vertraute mir die Lüneburger Polizei mehr als Arnhild S. Das in der TG bildungsmäßig vernachlässigte Mädchen erreichte wohlbehalten ihre Familie in Südwestdeutschland, das "Hamburger Abendblatt" zitierte mich mit den Worten: "Das Mädchen ist in Sicherheit." Von "Krisenmanagement" der Arnhild S. konnte also ebenfalls keine Rede sein. Viele Krisen wurden von ihr erst verursacht, weil der TG-Leiter das so wollte.

In Dortmund steht derzeit ein Millionärssohn vor dem Landgericht, der ohne Abschluss eine Vertretungsstelle an einem Gymnasium bekommen hat. Er sagte aus: "Die Schule wollte keine Papiere sehen." Der Landesbetrieb für Erziehung und Beratung aus Hamburg von Arnhild S. auch nicht? 

Jugendamtsmitarbeiter erfindet Fälle

24. November 2016. Hamburger Jugendämter-der nächste Skandal. Hier lesen 

In Satire gewürdigt

6. April 2018. "Die Frau, die schummelte" habe ich inzwischen auch in meiner Jugendamts-Satire "Holger heißt gar nicht Hannes" gewürdigt. Im Anhang beschäftige ich mich auch mit der ehemaligen Arbeitgeberin dieser Schummel-Frau (Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, Step gGmbH Hannover). Hier bestellen 

Samstag, 1. Juli 2017

Kindesunwohlpreis 2017

Welches Jugendamt macht 2017 das Rennen?

10. Januar 2017. 2009 habe ich den "Kindesunwohlpreis" für Jugendämter erfunden, weil ich gar nicht mehr begriff, was sich diese Behörden leisten statt sich um die Kinder zu kümmern und deren Rechte zu wahren. Spitzenplätze für nicht geleistete Spitzenarbeit belegten stets Mönchengladbach, Münster und Lüneburg. 

Seither hat es viele weitere Jugendamts-Skandale gegeben, über viele berichtete ich. Da wurde ein Pflegevater zum Testamentsvollstrecker für seine Pflegekinder gemacht und nutzte die Gunst der Unterschlagungs-Stunde, bis die Kinder 18 waren und das Jugendamt der geschädigten Mutter mitteilte: "Nun sind wir nicht mehr zuständig." Belangt wurde niemand.

Seit gut zwei Jahren ist das Wilhelmshavener Jugendamt möglicherweise spezialisiert auf Deckungsarbeit für Polizeibeamte, die vor Gericht lügen. In Bonn sahnte ein Jugendamtsmitarbeiter ab, in Hamburg fälschte eine Jugendamtsleiterin ihren offiziellen Lebenslauf und ein Kollege erfand Fälle, um die sich eine von ihm erfundene Einrichtung kümmerte. Die Spitzbuben teilten sich die Einnahmen. 

In der aktuellen Umfrage für den Kindesunwohlpreis 2017 habe ich ein paar Vorschläge gemacht. Neue können hinzugefügt werden.

50 Stimmen nach einer guten Woche

19. Januar 2017. Für den Kindesunwohlpreis 2017 sind bereits 50 Stimmen abgegeben worden. 14 Stimmen wurden allerdings aus dem hohen niedersächsischen Norden in die Umfrage gehackt. Die meisten Stimmen bekam das Jugendamt von Wilhelmshaven (9), es folgen Hamburg und Münster mit 5 Stimmen, Bonn mit 3 und Lüneburg mit 2 Stimmen. 14 korrekte Stimmen sind auf andere Jugendämter entfallen: Eutin 6, Viersen 5, 3 ohne Ortsangabe. 

Der Neustart bei großer Beteiligung

29. Januar 2017. Da weitere Jugendämter vorgeschlagen worden sind, starte ich die Umfrage neu. Der Klick zur Umfrage

Viersen tut am meisten für das Kindesunwohl

31. März 2017. Im ersten Vierteljahr 2017 sind bei der Kindesunwohl-Umfrage 203 Stimmen abgegeben worden. Zweistellige Ergebnisse erzielen Viersen mit 23,15 Prozent, Eutin mit 21,67 Prozent, Wilhelmshaven mit 18,23 Prozent und Herdecke 10,84 Prozent.

Viersen behauptet Platz 1

1. Juli 2017. So viele Stimmen wie dieses Mal sind für den Kindesunwohlpreis noch nie abgegeben worden: 418 im ersten Halbjahr. Viersen liegt weiter mit 75 Stimmen in Führung, dicht gefolgt von Wilhelmshaven mit 73 Stimmen. Eutin folgt mit 57 Stimmen auf Platz 3.  

Sonntag, 16. September 2012

Jugendämter

Das Jugendamt von Verden und Wichernstift Ganderkesee

Im Frühjahr 2012 habe ich das Bilderbuch “Wenn Zahlen einen Kopfstand machen” veröffentlicht, die Zeichnungen stammten von einer 7-Jährigen aus Lübeck, deren Bruder zu jener Zeit angeblich im Wichernstift Ganderkesee war. Also schickte ich dem damals 11-Jährigen dieses Buch. Ob es angekommen ist, weiß ich bis heute nicht. Weiß die Schwester nicht. Weiß die Mutter nicht. Also stellte ich mir die Frage: Wie seelenlos sind die eigentlich? Der Junge ist inzwischen nicht mehr im Wichernstift Ganderkesee.

Zuständig war seinerzeit das Jugendamt von Verden, das keine meiner Fragen beantwortete, jeden Hinweis ignorierte und im Februar 2012 vor dem Familiengericht froh darüber war, “für den Jungen diese Einrichtung gefunden zu haben”. Die schon nach wenigen Tagen gestand: “Wir sind überfordert.” Der 11-Jährige tat, was er seiner Mutter vor Jahren angekündigt hatte: “Ich reiße so lange aus, bis ich wieder zu Hause bin.” Das haben sie alle überhört…

Hier weiterlesen , 16. September 2012

26. Juli 2012

Kaum noch zuverlässiger Kinderschutz

Tun Politik und Medien im Einklang nach dramatischen Todesfällen von Kindern in guter Absicht das Falsche? Dieser Vorwurf zieht sich wie ein roter Faden durch die 75-seitige Organisationsanalyse, die Professor Christian Schrapper von der Uni Koblenz für die Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) der Stadt Hamburg durchführte. In etlichen der 35 Abteilungen, so sein Fazit, sei „die Grenze einer noch ausreichend zuverlässigen Kinderschutzarbeit bereits deutlich unterschritten“.

taz, 19. Juli 2012


3. Juli 2012
Jugendämter täuschen ist kinderleicht?

Nun wischen wir die Tränen wieder ab, genug geheult, weil sich die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg eine Abfindung in sechsstelliger Höhe für den ehemaligen Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch nicht leisten kann. Für juristische Auseinandersetzungen mit mir haben die eine fünfstellige Summe durch den Schornstein gejagt.
Familiensteller, 3. Juli 2012

29. Juni 2012
Aus meiner mail-Box

Liebe Mitstreiter

Wenn Sie Interesse und Talent haben eine Demo zu leiten, dann wären wir sehr dankbar.

Wir suchen für die Städte Köln, Hamburg und Berlin Personen, die Zeit haben unsere Demo für den 20.09.2012 zu planen. Frau Ildiko Roth steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

Melden Sie sich bitte bei der Demo-Organisatorin:
Ildiko Roth
Bottwarbahnstr. 52
74081 Heilbronn
Tel.: 07131 1333034
Mobil: 0151 28290660
ildiko_roth@yahoo.de

Rollt als Weichei vom Küchentisch

"Wenn es nach der SPD geht, heißt Hannovers nächster Oberbürgermeister Stefan Schostock. Heute wird der Sozialpädagoge auf einem außerordentlichen Parteitag in Ricklingen nominiert." Steht in der Neuen Presse Hannover (NP) vom 14. April 2012. Die Überschrift lautet: "So tickt der OB-Kandidat - 2013 wird Weils Nachfolger gewählt - Heute bringt die SPD Schostock in Stellung".

Schon mein viel zu früh verstorbener Kollege Bengt Pflughaupt, der sowohl für die NP als auch für "Bild" gearbeitet hat, vertrat die Auffassung: "Überschriften machen kann die Neue Presse nicht." Was wieder einmal bewiesen wird. Denn ein Weichei kann man nicht in Stellung bringen. Das rollt vom Tisch und schon klebt der Küchenboden.

Hier geht es weiter

In der Hansestadt Hamburg

In der Obhut eines Hamburger Jugendamtes sind zwei Kinder gestorben, gezogen wurden ein paar Konsequenzen, angekündigt worden ist eine neuerliche Überarbeitung des Konzeptes. Und wie wäre es mit Informationsaustausch?

An der Elbe gibt es ein Jugendamt, das auf eine Akte vom Jugendamt aus Verden wartet. Dabei geht es um die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch, eine angeblich familienorientiert arbeitende Drogentherapieeinrichtung. Unzählige Familien wurden seit 1993 zerstört, manchmal dauerte der Kampf um die Rückkehr von Kindern in die Familien Jahre. Gutachter kamen zu gänzlich anderen Erkenntnissen als die angeblich hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lüneburger Therapiegemeinschaft. Das ist erneut zu erwarten, wenn endlich die Umstände eines Kindesentzuges geprüft werden, der sich vor nahezu 12 Jahren ereignet hat.

An der Elbe gibt es ein zweites Jugendamt, das ebenfalls mit der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch zu tun hat. Das glaubt unvermittelt einer Mitarbeiterin der Einrichtung, die sogar schon eine Kindeswohlgefährdung vermutet hat, als eine Mutter sagte: "Wenn du zum Mond schaust, dann denke ich an dich." Das war für diese Sozialpädagogin ein gefährlicher Code, mit dem das Team der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch getäuscht werden sollte.

Und nun arbeiten zwei Jugendämter von Hamburg nebeneinander her und informieren sich nicht gegenseitig - und alle anderen Behörden an der Elbe - über Ereignisse in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch? Tauschen die keine Informationen über Einrichtungen aus, die niemand empfehlen kann, wenn es um den Erhalt von Familien geht?

Weitere Infos über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch

Sonntag, 5. Februar 2012

Peter Hahne zum Zweiten

5. Februar 2012
Ob Jugendämter so weitermachen? Machen sie!

Vorigen Sonntag hat Peter Hahne in der "Bild am Sonntag" (BamS) gefragt: "Sind die, auf die wir uns von Amts wegen verlassen, von allen guten Geistern verlassen?" An diesem Sonntag knöpft er sich die Jugendämter wieder vor. Inzwischen ist 2012 mit Zoe ein zweites Kind unter der Obhut dieser Behörde gestorben.

"Hunderte von Briefen, Faxen und Mails erreichten mich, unter voller Adresse, aber mit der Bitte um Vertraulichkeit", schreibt Peter Hahne. Wie viele Eltern, die um ihre Kinder kämpfen, diese Bitte geäußert haben, verrät der BamS-Kolumnist nicht. Es dürften einige gewesen sein. Denn viele Jugendämter erpressen Eltern. Wenn ihr euch an die Öffentlichkeit wendet, heißt es dann, streichen wir euch auch noch das Umgangsrecht mit euren Kindern. Manche Eltern bekommen das sogar schriftlich, denn viele Jugendämter sind inzwischen so dreist, dass sie sich  um Regeln und Gesetze für einen vernünftigen Umgang miteinander gar nicht mehr scheren. Dass sich auch Gerichte nicht darum kümmern, wenn Jugendamtsmitarbeiter Eltern erpressen und Lügen erzählen, habe ich zuletzt am Beispiel Münster geschildert.

Ist in Mönchengladbach auch nicht anders. Da schickt mir ein Vater das Protokoll einer Familiengerichtsverhandlung. In der ist ihm erneut der Vorwurf des Missbrauchs seiner Tochter gemacht worden. Das von mir darüber informierte Landgericht bestreitet schriftlich, dass die Familienrichterin so was gesagt hat.

Ein ehemaliger Jugendamts-Abteilungsleiter hat sich bei Peter Hahne so zu Wort gemeldet: "Es gibt keine richtige Kontrolle, alle stecken unter einer Decke." Steht auch schon in der Bamberger Erklärung vom 20./21. Oktober 2007. Eltern haben im September 2010 eine Radtour von Rüsselsheim nach Stuttgart gemacht, um diese Erklärung in Rathäusern bekannt zu machen.

Nun sind auch Chantal und Zoe tot - und Peter Hahne beendet seine Anklage so: "Aber natürlich können auch alle so weitermachen wie bisher. Und zusehen, wie die Menschlichkeit verreckt. Vielleicht hat am Ende ja noch wenigstens irgendeiner Lust, sie zu begraben."

Wenn Jugendämter, in denen alle unter einer Decke stecken, nicht gestoppt werden, machen sie so weiter wie bisher...Für jedes tote, missbrauchte oder verzweifelte Kind gibt es im strengsten Fall eine Versetzung -das war´s. Wer daran Kritik übt, wird von diesen Behörden isoliert. Den hört man gar nicht an.