9. Oktober 2011
...und die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch
Zum zweiten Mal beschäftigt sich Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, mit der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, die bis Anfang Juli 2011 vom Sozialpädagogen Ruthard Stachowske geleitet worden ist. Tjaden analysiert Sprachmüll aus dieser Einrichtung.
Die Broschüre beginnt so:
Meine Tante ist auch keine Wissenschaftlerin gewesen. Deswegen vertrat sie ungeprüft die These: „Mutter doof, Vater doof, Kinder balla balla.“
Das war aber immerhin deutlich.
Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher dagegen drücken sich eher geschraubt aus. Fragen reicht denen nicht, die wollen hinterfragen. Diskutieren ist nicht genug, alles muss ausdiskutiert werden. Nach der Analyse ist für die vor der Analyse.
So verderben sie sich selbst den Spaß. Wie jene Pädagogin, die mich beim Sex gefragt hat, ob es stimme, dass Männer beim Geschlechtsverkehr an die Lottozahlen denken, damit sie länger durchhalten. Schon war ich nicht mehr bei der vergnüglichen Sache, sondern überlegte mir Tippreihen für den nächsten Samstag. Aber lange durchgehalten habe ich...
Zum Buchladen von Heinz-Peter Tjaden
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Sonntag, 9. Oktober 2011
Mittwoch, 2. Februar 2011
Pampers-Village
2. Februar 2011
Zum Teufel damit
Bleibt mir doch vom Kindeswohl-Acker mit diesen Pampers-Theoretikern, mit Sozialpädagogen, ob mit oder ohne Diplom, Kinderpsychologen, ob mit oder ohne Doktortitel, mit Erziehungswissenschaftlern, ob mit oder ohne Veröffentlichungen und ob mit oder ohne Lehrstuhl an einer Hochschule oder Universität: Kinder sind keine Studienobjekte. Es handelt sich dabei um Lebewesen.
Lebewesen kommen auf die Welt, wollen sie erobern, sie kommen nicht in ein Labor oder in einen Hörsaal, sie werden auch nicht geboren für Buchtitel oder Therapiestunden, die schon vor der Geburt gebucht werden müssen, damit kein Jugendamt eingreift. Ist doch nun wirklich alles schon da gewesen: autoritäre, antiautoritäre und dann sogar noch demokratische ("Wir stimmen jetzt ab - Zoobesuch, ja oder nein") Erziehung.
Spaß macht, was Kind ist. Den Eltern, die nicht jeden Abend darüber nachsinnen, ob das, was sie den Tag über mit ihrem Nachwuchs erlebt haben, auch Sinn macht. Pampers-Theoretiker haben Kinder immer nur anders erklärt, sie haben aber selten welche bekommen.
Meine Mutter hat noch Wäsche gewaschen, als sie im achten Monat war. Bei dem Gedanken würde heutzutage doch jeder Pampers-Theoretiker in wissenschaftliche Ohnmacht fallen. Die bekommen bereits Kopfschmerzen, wenn die Waschmaschine kaputt ist und der Handwerker erst übermorgen Zeit hat.
Schläft das Baby, verfallen Pampers-Theoretiker in Grübeleien über das Urvertrauen. Ist das Kind im Kindergarten, machen sich Pampers-Theoretiker Gedanken darüber, ob sich in der Einrichtung auch alle gewählt ausdrücken. Kommt der Nachwuschs in die Schule, ziehen Pampers-Theoretiker Erkundigungen über die Lehrer ein. Besuchen Heranwachsende eine Disco, gehen Pampers-Theoretiker in der Stube so lange auf und ab, bis Junge oder Mädchen wieder zuhause ist.
Pampers-Theoretiker lachen im Keller, sie sollten endlich in aller Öffentlichkeit über sich selbst lachen. Das würde befreiend wirken. Auf Kinder und auf Pampers-Theoretiker.
Aber was ist? Pampers-Theoretiker haben das Wort "Erziehungsfähigkeit" erfunden. Streicheleinheiten auch. Muss man über diese Leute noch mehr wissen?
Zum Teufel damit
Bleibt mir doch vom Kindeswohl-Acker mit diesen Pampers-Theoretikern, mit Sozialpädagogen, ob mit oder ohne Diplom, Kinderpsychologen, ob mit oder ohne Doktortitel, mit Erziehungswissenschaftlern, ob mit oder ohne Veröffentlichungen und ob mit oder ohne Lehrstuhl an einer Hochschule oder Universität: Kinder sind keine Studienobjekte. Es handelt sich dabei um Lebewesen.
Lebewesen kommen auf die Welt, wollen sie erobern, sie kommen nicht in ein Labor oder in einen Hörsaal, sie werden auch nicht geboren für Buchtitel oder Therapiestunden, die schon vor der Geburt gebucht werden müssen, damit kein Jugendamt eingreift. Ist doch nun wirklich alles schon da gewesen: autoritäre, antiautoritäre und dann sogar noch demokratische ("Wir stimmen jetzt ab - Zoobesuch, ja oder nein") Erziehung.
Spaß macht, was Kind ist. Den Eltern, die nicht jeden Abend darüber nachsinnen, ob das, was sie den Tag über mit ihrem Nachwuchs erlebt haben, auch Sinn macht. Pampers-Theoretiker haben Kinder immer nur anders erklärt, sie haben aber selten welche bekommen.
Meine Mutter hat noch Wäsche gewaschen, als sie im achten Monat war. Bei dem Gedanken würde heutzutage doch jeder Pampers-Theoretiker in wissenschaftliche Ohnmacht fallen. Die bekommen bereits Kopfschmerzen, wenn die Waschmaschine kaputt ist und der Handwerker erst übermorgen Zeit hat.
Schläft das Baby, verfallen Pampers-Theoretiker in Grübeleien über das Urvertrauen. Ist das Kind im Kindergarten, machen sich Pampers-Theoretiker Gedanken darüber, ob sich in der Einrichtung auch alle gewählt ausdrücken. Kommt der Nachwuschs in die Schule, ziehen Pampers-Theoretiker Erkundigungen über die Lehrer ein. Besuchen Heranwachsende eine Disco, gehen Pampers-Theoretiker in der Stube so lange auf und ab, bis Junge oder Mädchen wieder zuhause ist.
Pampers-Theoretiker lachen im Keller, sie sollten endlich in aller Öffentlichkeit über sich selbst lachen. Das würde befreiend wirken. Auf Kinder und auf Pampers-Theoretiker.
Aber was ist? Pampers-Theoretiker haben das Wort "Erziehungsfähigkeit" erfunden. Streicheleinheiten auch. Muss man über diese Leute noch mehr wissen?
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