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Donnerstag, 28. Mai 2020

Offene mail

An das Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich habe im vorigen Jahr an einer Befragung zu den Mängeln im Kinder- und Jugendhilfesystem teilgenommen. Ich füllte einen umfangreichen Fragebogen aus, mir wurde ein Dialog mit dem von mir kritisierten Jugendamt Wilhelmshaven in Aussicht gestellt. 

Auf Ihren Internet-Seiten finde ich aber bisher nur einen Zwischenbericht, der Mitte Dezember 2019 veröffentlicht worden ist. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Einbindung der Jugendämter in den Diskussionsprozess noch bevorstehe. 

Wie weit ist die geplante Studie inzwischen gediehen?

Mit freundlichen Grüßen

Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel
17. Mai 2020
http://dasjugendamt.blogspot.de

Zur Erinnerung


Der Ansatz der Bundesregierung, im Zuge der Reform der Kinder- und Jugendhilfe auch Betroffene anzuhören, stößt bei der Zielgruppe offenbar auf Anklang. Bei der wissenschaftlichen Anlaufstelle für hochproblematische Kinderschutzverläufe, die die Bundesregierung am 25. April beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz eingerichtet hat, haben sich bereits 472 Betroffene gemeldet, um über ihre negativen Erfahrungen mit Jugendämtern und Familiengerichten zu berichten. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, über die die “Welt” berichtet.

Fulda Info, 23. Juni 2019

IKJ-Mail vom 28. Mai 2020

Sehr geehrter Herr Tjaden,

entschuldigen Sie bitte unsere verspätete Antwort.

Der wissenschaftliche Ergebnisbericht zum Dialogprozess „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ mit den Auswertungen aus dem vertiefenden Forschungsmodul „Hochproblematische Kinderschutzverläufe - Betroffenen eine Stimme geben“ befindet sich zur Zeit noch in Bearbeitung. Sobald der Bericht veröffentlicht ist, senden wir Ihnen gerne ein Exemplar zu.

Zu Ihrer Anmerkung, dass Ihnen ein Dialog mit dem in Ihrem Fall zuständigen Jugendamt in Aussicht gestellt wurde: Wir haben bei der Befragung an mehreren Stellen explizit darauf hingewiesen, dass wir nicht jeder Interessenbekundung an einer multiperspektivischen Fallbetrachtung nachkommen können. Im Rahmen eines stratifizierten Auswahlverfahrens haben wir aus allen vorliegenden Interessenbekundungen 15 Fälle identifiziert, bei denen Interviews mit den verschiedenen Verfahrensbeteiligten geführt wurden. Es tut uns leid, dass Ihr Fall hier nicht in der Auswahl vertreten war.

Auch durch Ihre Eingaben bei der standardisierten Befragung haben Sie dazu beigetragen, Veränderungsbedarfe im deutschen Kinderschutzsystem aufzuzeigen, dafür bedanken wir uns herzlich bei Ihnen!

Das ist mein Fall: Illegale Wohnungsdurchsuchung, Polizisten lügen vor Gericht, alle decken die Polizeibeamten Hier klicken

Donnerstag, 21. März 2013

Eltern bestraft

Für Scheidungskrieg auf Rücken der Kinder

"Weil sie ihre Kinder im Scheidungskrieg jeweils für ihre Sache instrumentalisierten, hat ein Lausanner Gericht nun die Eltern bestraft. Ein Novum in der Schweiz."

Berichtet heute der "Tagesanzeiger". Dieses Urteil sollte keinesfalls einmalig bleiben. Nicht nur in der Schweiz. Paare, die an Kindern herumzerren, die Träume und Wünsche der Kleinen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, sollten auch in Deutschland bestraft werden. Aber nicht nur sie. Auch Jugendamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die sich grundlos auf die Seite eines Partners schlagen und so die Kinder in die Ecke stellen, müssen endlich mit finanziellen Folgen rechnen. Hinein mit dem Gehalt in die Sparschweine der Kleinen!

Ich sehe schon den Tag kommen, an dem so manche Jugendamtmitarbeiterin und so mancher Jugendamtsmitarbeiter mit einem Hut in der Hand in Einkaufszonen um eine milde Gabe bittet, damit der Kühlschrank nicht leer bleibt. Das könnte denen eine Lehre sein, die vom hohen Ross sozialpädagogischer Wahnvorstellungen herab Eltern so lange vor sich hertreiben, bis nicht einmal mehr Hufeisen Glück bringen.

Vieles ändert sich in der Welt der Bürokraten erst, wenn es zu teuer wird. Wie dann auch das hirnrissige Kinder- und Jugendhilfesystem in Deutschland, das einem Dschungel gleicht, in dem man alle paar Meter auf die Nase fallen kann. Überall zischeln Schlangen: Familienrichterinnen und Familienrichter, Verfahrensbeiständinnen und Verfahrensbeistände, Vormünderinnen und Vormunde, Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter, Gutachterinnen und Gutachter, Anwältinnen und Anwälte, die sich von Liane zu Liane schwingen, bis sie endlich die Kinder aus den Augen verloren haben.