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Freitag, 2. März 2012

Mathe-Kopfstand

2. März 2012
Zahlen wollen die Reihenfolge ändern

Bis 10 und irgendwann weiter zählen, macht allen Kindern ab sofort Spaß. Verordne ich den Kleinen in meiner Broschüre "Wenn Zahlen einen Kopfstand machen", die seit gestern Abend von der Internetbuchhandlung Lulu angeboten wird. Die Idee kam mir bei einer Radtour mit meinem Jagdterrier Mike Tjaden, der mir als Schriftsteller unbedingt den Rang abpfoten will. Kann ihm nun nicht mehr gelingen.

Machen Zahlen einen Kopfstand, wird aus der 6 eine 9, die 8 bleibt eine 8. Die 1 soll nicht länger an der ersten Stelle stehen, weil sie ein Hungerhaken ist. Darüber und über anderes diskutieren 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10.

Ein Auszug:

Die 9 hat wirklich nur einen Bauch. Aber wenn sie auf dem Kopf steht, ist sie eine 6. Deshalb ist die 2 nur dann mit der neuen Reihenfolge einverstanden, wenn die 9 keinen Kopfstand macht. Das verspricht die 9 der 2 und die Zahlen stellen sich so auf:
1, 9, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10.
Mit dieser neuen Reihenfolge sind die Zahlen jedoch nicht lange zufrieden, denn nun fällt der 7 auf: „Ich habe eine gewisse Ähnlichkeit mit der 1. Warum stehe ich nicht bei ihr?“
Schauen wir uns doch einmal die 7 an:
7
Sie hat Recht. Sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der 1.
1 – 7
Heinz-Peter Tjaden, Wenn Zahlen einen Kopfstand machen, Verlag Momentaufnahme, Wilhelmshaven, 6,96 Euro

Sonntag, 9. Oktober 2011

Meine Tante

9. Oktober 2011
...und die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch

Zum zweiten Mal beschäftigt sich Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, mit der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, die bis Anfang Juli 2011 vom Sozialpädagogen Ruthard Stachowske geleitet worden ist. Tjaden analysiert Sprachmüll aus dieser Einrichtung.

Die Broschüre beginnt so:

Meine Tante ist auch keine Wissenschaftlerin gewesen. Deswegen vertrat sie ungeprüft die These: „Mutter doof, Vater doof, Kinder balla balla.“

Das war aber immerhin deutlich.

Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher dagegen drücken sich eher geschraubt aus. Fragen reicht denen nicht, die wollen hinterfragen. Diskutieren ist nicht genug, alles muss ausdiskutiert werden. Nach der Analyse ist für die vor der Analyse.

So verderben sie sich selbst den Spaß. Wie jene Pädagogin, die mich beim Sex gefragt hat, ob es stimme, dass Männer beim Geschlechtsverkehr an die Lottozahlen denken, damit sie länger durchhalten. Schon war ich nicht mehr bei der vergnüglichen Sache, sondern überlegte mir Tippreihen für den nächsten Samstag. Aber lange durchgehalten habe ich...

Zum Buchladen von Heinz-Peter Tjaden