Wie Literatur aus der DDR
"Der Autor Hans-Ullrich Krause, u.a. Leiter eines Kinderhauses in Berlin, hat sich an authentischen Fällen aus seinem Alltag als Sozialpädagoge orientiert und mit der Autorin Cooky Ziesche zusammen den Stoff für Corinna Harfouch in der Rolle der Katharina Bruckner entwickelt."
Angeblich habe ich gestern Abend gelacht und geweint, als die ARD den Film "Der Fall Bruckner" über eine Jugendamts-Mitarbeiterin ausstrahlte. Wenn der Autor Hans-Ullrich Krause Recht hätte. Der Produzent Peter Hartwig preist den Streifen sogar als Lehrfilm über den Alltag an. Hier klicken
Ich habe weder gelacht noch geweint, ich habe mich nur darüber geärgert, dass ich mit einer derart verzerrten und völlig unrealistischen Handlung hinters Licht von Jugendämtern geführt werden soll. Denn diese Jugendamts-Mitarbeiterin scheint immer Zeit zu haben für ihre Schutzbefohlenen, sie unterhält sich sogar in der Behörde mit zwei Heimkindern und richtet ihr weiteres Vorgehen an den Wünschen der Kinder aus. Ein Verdacht reicht bei ihr aus, damit sie nicht locker lässt, bis einem Kind und der Mutter geholfen wird. Ihre Familie leidet zwar unter ihrem Einsatz, aber auch das renkt sich wieder ein.
Im Deutsch-Unterricht haben wir uns mit dem sozialistischen Realismus beschäftigt. Wir lasen Kurzgeschichten, in denen Arbeiter aus der DDR es gar nicht erwarten konnten, an ihren Arbeitsplatz zu kommen, um dort für den Arbeiter- und Bauernstaat da zu sein, wo sie hingehörten. Jede Geschichte stand unter dem Motto: Die Realität darstellen, wie sie sein sollte - nicht wie sie ist...So war es auch bei "Der Fall Bruckner".
Es gibt mehrere Fälle, mit denen ich mich sehr intensiv beschäftigt habe. Ich beriet die Eltern, die Jugendämter dagegen blockten jedes Gespräch mit mir ab und verschanzten sich hinter dem Datenschutz. In Münster wurde ich vom Familiengericht als Beistand abgelehnt, weil die Gefahr bestünde, dass ich über den Fall berichte. In Wilhelmshaven hetzte mir das Jugendamt Polizeibeamte auf den Hals, die sich falsche Namen gaben. Meine Berichte darüber wertete die Staatsanwaltschaft als Verleumdung, bei der Verhandlung am 2. September 2014 bekam die Jugendamts-Mitarbeiterin, die diese Aktion veranlasst hatte, ein Aussageverbot von ihrem Dienstherrn. So konnten diese beiden Polizisten auch das Gericht belügen.
In Lüneburg hat es 18 Jahre lang einen Sozialpädagogen gegeben, der unzählige Jugendämter an der Nase herumführte, das Jugendamt von Lüneburg deckte ihn sogar und tat immer genau das, was dieser Scharlatan wollte. Der Mann sperrte in seiner Einrichtung Mütter weg und zertrümmerte Familien. Nur eine Familienrichterin aus Wolfsburg roch den Braten sofort. Die Mutter bekam ihr Kind schnell wieder zurück.
Seit Jahren kämpfe ich darum, dass sich zwei Kinder, die getrennt worden sind, wiedersehen dürfen. Niemand unternimmt auch nur einen Schritt in diese Richtung. In einem Gutachten werde ich sogar in schiefes Licht gerückt. Der Diplom-Psychologe kennt mich überhaupt nicht, hat nie mit mir gesprochen. Er verlässt sich auf das, was angeblich in den Jugendamts-Akten steht. Als ich mich deswegen an das Jugendamt wandte, weil ich wissen wollte, was in den Akten über mich tatsächlich steht, bekam ich keine Antwort. Ich hätte klagen müssen.
In dem Film-Jugendamt werden zwar auch Fehler gemacht, aber alle haben sich lieb. Die Kinder auch. Und morgen erzählt Hans-Ullrich Krause ein neues gebührenfinanziertes Märchen?
Dazu empfehle ich meine Broschüren
"Meine Tante und die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch", erschienen bei www.lulu.com
"Böse Kinder kommen in böse Kliniken", erschienen bei www.lulu.com
"Lügen haben Jugendamts-Beine", erschienen bei www.lulu.com, erhältlich auch bei Amazon
Antwort auf meinen Beitrag
Sehr geehrter Herr Tjaden,
vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihre
Anmerkungen, die wir gerne für die Programmverantwortlichen
protokollieren.
Mit freundlichen Grüßen
Annette Eschenberg
Erstes Deutsches Fernsehen
Programmdirektion
Zuschauerredaktion
Das Erste
Postfach 200665
80006 München
Tel +49 89 5900 23344
Fax
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Donnerstag, 25. September 2014
Montag, 15. Oktober 2012
ARD-Sendung
"Das Kind kriegst du nicht"
"Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt. Der Film erzählt vom Schicksal der Eltern, die nach der Trennung vom Partner die gemeinsamen Kinder gar nicht oder nur sehr selten sehen dürfen. Es sind Väter und Mütter, die sich zuvor auch im Alltag intensiv um ihre Kinder gekümmert hatten und eine liebevolle Beziehung zu ihnen pflegten. Nun wurden sie von einem Tag auf den anderen aus dem Leben ihrer Kinder gestoßen – trotz eines gemeinsamen Sorgerechts."
Kündigt Das Erste für heute Abend, 23.40 Uhr, eine Sendung mit Livestream, Facebook und Twitter an. Titel: "Das Kind kriegst du nicht". Meistens sind es die Mütter, die Kinder von den Vätern fernhalten, aber munter Kindergeld und andere staatliche Zuwendungen kassieren. Bleibt der Scheck für die Unterhaltszahlung aus, stehen sie ebenfalls auf der Matte. Das klingt so unglaublich wie man diesen Missstand scheinbar leicht abstellen könnte. Alle Zahlungen bei Umgangsverweigerung streichen, könnte eine Lösung sein. Leidtragender wäre jedoch wieder das Kind, denn Mütter, die bei einem gemeinsamen Sorgerecht nicht an die Kinder denken, werden wohl auch kaum beim Geld an die Kinder denken.
Mir ist es einmal ähnlich gegangen. Ich zahlte Unterhalt für ein Kind, sollte es aber nicht sehen dürfen. Der Familienrichter wollte deshalb das Jugendamt einschalten. Darauf habe ich dankend verzichtet, denn die Einschaltung des Jugendamtes hätte das nächste Problem bedeutet. Dann hätte ich mich herumschlagen müssen mit schlecht ausgebildeten Erziehungstheoretikern, die für noch mehr Stress gesorgt und mich von Pontius (Beratungsstelle) zu Pilatus (Anwalt) geschickt hätten. Ich verließ mich einfach auf den Samen, den ich gesät hatte. Der würde früher oder später Früchte tragen. Da war ich mir sicher. An dem Kind herum zu zerren oder herumzerren zu lassen, fiel mir nicht im Traum ein. Schließlich hatten weder eine Familienrichterin noch ein Jugendamtsmitarbeiter "Papi" zu mir gesagt, sondern ein Kind, dem ich unter allen Umständen Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland ersparen wollte, die nach europäischer Auffassung alles ist - aber nicht im Sinne der Kinder.
Dass ich irgendwann einmal verzweifelte Eltern, Mütter und Väter beim Kampf um ihre Kinder unterstützen würde, ahnte ich damals nicht. Aber jetzt bin ich mir sicher: Meine Entscheidung war seinerzeit richtig. Jugendamtsmitarbeiter scheinen nämlich ein Endlos-Band verschluckt zu haben, wenn sie in gewissen Abständen ein neues Gutachten empfehlen, so manches Familiengericht kennt nicht einmal die aktuellen Gesetze, pflegt man Umgang mit einem Kind in einer Beratungsstelle, muss man bei jeder ursprünglichen Reaktion höllisch aufpassen, denn derlei wird gern als zu viel oder als zu geringe Nähe ausgelegt. Je nachdem, was Gericht und Jugendamt gerade gern hören möchten.
Außerdem wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Legt man Beschlüsse nebeneinander und die Protokolle von Hilfeplangesprächen daneben (in denen gelegentlich Beteiligte sogar frei erfunden werden), beschleicht einen oft das Gefühl, dass irgend jemand nicht von Sinnen ist. Das sind anschließend im Zweifelsfall die Eltern, der Vater oder die Mutter. So gehen die Jahre ins Land und irgendwann heißt es: "Sie sind dem Kind fremd geworden." Schon ist aus einem Jugendamt ein Fremdenamt geworden.
Da ich damals nicht zu einem Jugendamt gegangen bin, habe ich ein Kind lieb behalten - und das Kind mich. Andernfalls hätte ich irgendwann folgende Kinder gehabt: ein Kind - von Gutachtern betrachtet, ein Kind - vom Jugendamt vernachlässigt - und ein Kind - das nichts mehr zu sagen hat außer "Warum werde ich eigentlich nicht gefragt?"
Die Sache mit der Wahrheit
"Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt. Der Film erzählt vom Schicksal der Eltern, die nach der Trennung vom Partner die gemeinsamen Kinder gar nicht oder nur sehr selten sehen dürfen. Es sind Väter und Mütter, die sich zuvor auch im Alltag intensiv um ihre Kinder gekümmert hatten und eine liebevolle Beziehung zu ihnen pflegten. Nun wurden sie von einem Tag auf den anderen aus dem Leben ihrer Kinder gestoßen – trotz eines gemeinsamen Sorgerechts."
Kündigt Das Erste für heute Abend, 23.40 Uhr, eine Sendung mit Livestream, Facebook und Twitter an. Titel: "Das Kind kriegst du nicht". Meistens sind es die Mütter, die Kinder von den Vätern fernhalten, aber munter Kindergeld und andere staatliche Zuwendungen kassieren. Bleibt der Scheck für die Unterhaltszahlung aus, stehen sie ebenfalls auf der Matte. Das klingt so unglaublich wie man diesen Missstand scheinbar leicht abstellen könnte. Alle Zahlungen bei Umgangsverweigerung streichen, könnte eine Lösung sein. Leidtragender wäre jedoch wieder das Kind, denn Mütter, die bei einem gemeinsamen Sorgerecht nicht an die Kinder denken, werden wohl auch kaum beim Geld an die Kinder denken.
Mir ist es einmal ähnlich gegangen. Ich zahlte Unterhalt für ein Kind, sollte es aber nicht sehen dürfen. Der Familienrichter wollte deshalb das Jugendamt einschalten. Darauf habe ich dankend verzichtet, denn die Einschaltung des Jugendamtes hätte das nächste Problem bedeutet. Dann hätte ich mich herumschlagen müssen mit schlecht ausgebildeten Erziehungstheoretikern, die für noch mehr Stress gesorgt und mich von Pontius (Beratungsstelle) zu Pilatus (Anwalt) geschickt hätten. Ich verließ mich einfach auf den Samen, den ich gesät hatte. Der würde früher oder später Früchte tragen. Da war ich mir sicher. An dem Kind herum zu zerren oder herumzerren zu lassen, fiel mir nicht im Traum ein. Schließlich hatten weder eine Familienrichterin noch ein Jugendamtsmitarbeiter "Papi" zu mir gesagt, sondern ein Kind, dem ich unter allen Umständen Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland ersparen wollte, die nach europäischer Auffassung alles ist - aber nicht im Sinne der Kinder.
Dass ich irgendwann einmal verzweifelte Eltern, Mütter und Väter beim Kampf um ihre Kinder unterstützen würde, ahnte ich damals nicht. Aber jetzt bin ich mir sicher: Meine Entscheidung war seinerzeit richtig. Jugendamtsmitarbeiter scheinen nämlich ein Endlos-Band verschluckt zu haben, wenn sie in gewissen Abständen ein neues Gutachten empfehlen, so manches Familiengericht kennt nicht einmal die aktuellen Gesetze, pflegt man Umgang mit einem Kind in einer Beratungsstelle, muss man bei jeder ursprünglichen Reaktion höllisch aufpassen, denn derlei wird gern als zu viel oder als zu geringe Nähe ausgelegt. Je nachdem, was Gericht und Jugendamt gerade gern hören möchten.
Außerdem wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Legt man Beschlüsse nebeneinander und die Protokolle von Hilfeplangesprächen daneben (in denen gelegentlich Beteiligte sogar frei erfunden werden), beschleicht einen oft das Gefühl, dass irgend jemand nicht von Sinnen ist. Das sind anschließend im Zweifelsfall die Eltern, der Vater oder die Mutter. So gehen die Jahre ins Land und irgendwann heißt es: "Sie sind dem Kind fremd geworden." Schon ist aus einem Jugendamt ein Fremdenamt geworden.
Da ich damals nicht zu einem Jugendamt gegangen bin, habe ich ein Kind lieb behalten - und das Kind mich. Andernfalls hätte ich irgendwann folgende Kinder gehabt: ein Kind - von Gutachtern betrachtet, ein Kind - vom Jugendamt vernachlässigt - und ein Kind - das nichts mehr zu sagen hat außer "Warum werde ich eigentlich nicht gefragt?"
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