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Samstag, 12. September 2020

Keine Leuchte

Gefunden auf design-3000.de
Carola  Reimanns Schwachstrom

Für Gerhard Schröder als niedersächsischer Ministerpräsident haben Familie und Jugend zum Gedöns gehört. So was setzt sich hirnstrommäßig wohl in SPD-Köpfen fest. Auch bei der derzeitigen Sozialministerin Carola Reimann fließen bei diesem Thema die Hirnströme nur mäßig. 

Man könnte nun noch anmerken, dass die 53-Jährige auch als Gesundheitsministerin nur auf Schwachstrom zurückgreifen kann, aber wir wollen doch beim Thema bleiben. Das Thema lautet: krasses Versagen von Jugendämtern beim massenhaften Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde. 

Die Akten werden geschlossen und im Kopf von Carola Reimann gehen die Lichter aus. Strukturellen Änderungsbedarf sieht sie bei Dunkelheit nicht mehr, Jugendämter bittet sie um etwas mehr Sorgfalt. Die müsse man leben, sagt sie. Die Wüste lebt, sage ich.

Doch noch schlimmer scheint mir zu sein: Diese Schwachstrom-Ministerin hat auch sonst keine Ahnung. Sonst wüsste sie, dass es in Mainz ein Institut gibt, das sich im Auftrag des Bundesfamilienministeriums mit dringend erforderlichen Reformen des Kinder- und Jugendhilfesystems beschäftigt. 

Montag, 24. Januar 2011

Kein Konzept

24. Januar 2011
Kann man auch nicht umsetzen

Da hat der Anrufer von heute Recht: Wenn man kein Konzept hat, dann kann man ein Konzept auch nicht umsetzen. Das Jugendamt von Münster jedenfalls habe bei mehreren Fällen keines gehabt. Aber eine Beschwerdestelle, an die man sich schnell wenden könne, gebe es nicht.

Da ich gerade mit einem aktuellen Fall aus Münster beschäftigt bin, frage ich den Anrufer, ob er sich noch an Namen von Jugendamtsmitarbeitern erinnern könne. Der Anrufer: "Die habe ich verdrängt." Also nenne ich einen Namen. Schon klingelt es auf der anderen Seite der Telefonleitung: "Den kenne ich." Außerdem gebe es auch noch in der Nähe von Münster eine Frau: "An der werden Sie Ihre wahre Freude haben."

Da inzwischen festzustehen scheint: Das Jugendamt von Münster versagt nicht nur in einem Fall, müsste doch endlich jemand eine Prüfung der Arbeitsabläufe in die Wege leiten. Der Oberbürgermeister könnte das tun. Andere Einrichtungen lassen sich zertifizieren, unterziehen sich einer Qualitätskontrolle. Wann endlich auch das Jugendamt von Münster?

Mal sehen, was geschieht, wenn die Parteien aus Münster informiert werden. Haken die nach?