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Dienstag, 15. August 2023

Aufgelesen (2022/23)

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren ein

Der Fall erregte auch über die Region hinaus im vergangenen Jahr Aufsehen: Ein Mann aus dem Steinlachtal hatte zwei Mädchen sexuelle Gewalt angetan, die ihm das Jugendamt als Pflegetöchter anvertraut hatte. Schon im Prozess wurde Kritik an der Arbeit der Behörde laut. Denn nachdem eine Pflegetochter dem Jugendamt von den Übergriffen berichtet hatte, konfrontierten Mitarbeiterinnen den Mann mit den Vorwürfen – noch vor einer Anzeige bei der Polizei.

Später stellte die Kriminalpolizei fest, dass kinderpornografische Bilder und Videos von elektronischen Geräten des Mannes gelöscht worden waren. Außerdem hielt die als Zeugin vernommene Psychologin Heidrun Overberg dem Amt im Prozess vor, bereits vor den Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs auf schwerwiegende Probleme in der Pflegefamilie hingewiesen zu haben. Daraufhin habe die Behörde zu wenig unternommen.

Schwäbisches Tagblatt, 20. Mai 2022

Kein Kontakt zur Außenwelt

Ein acht Jahre altes Mädchen soll nahezu sein gesamtes Leben lang in einem Haus im Sauerland festgehalten worden sein. Die Staatsanwaltschaft in Siegen ermittelt gegen die Mutter des Kindes und die Großeltern. Knapp sieben Jahre lang soll das Kind komplett von der Außenwelt abgeschirmt worden sein: Es hat nie einen Kindergarten und keine Schule besucht. Auch mit anderen Kindern soll es in dieser Zeit niemals gespielt haben.

tagesschau, 8. November 2022

Auch Babys in Kinderheimen

In Kinderheimen leben nicht nur Jugendliche. In den letzten Jahren kamen auch viele kleine Kinder dort an, zwei, vier, fünf Jahre alt, auch Babys. Mal nur für wenige Tage, mal für Wochen, manchmal für Jahre.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2023

Samstag, 29. Dezember 2018

Aufgelesen (2018)

Kinder- und Jugendhilfe: Kosten steigen
Eine Ursache für die enorme Kostensteigerung sieht der Landesrechnungshof in einem Mangel an Pflegefamilien. So werden 60 Prozent der betroffenen Kinder in Heimen untergebracht, wo die Ausgaben von 94 Millionen auf 184 Millionen Euro stiegen. Dabei, so die Prüfer, erscheine "eine familiäre Unterbringung für Kinder und Jugendliche grundsätzlich geeigneter".
Pflegefamilien sind auch billiger. "Ich bekomme monatlich 800 Euro pro Kind", berichtet ein Betroffener in Nordsachsen, der mit seiner Frau seit vier Jahren zwei Mädchen betreut, die heute 17 und 11 Jahre alt sind. Ein Heimplatz koste um die 3000 Euro. Sein Eindruck: "Einige Träger sehen das als Wirtschaftsbetrieb." Pflegeeltern müssten mitunter lange auf ein Pflegekind warten.
Freie Presse, 3. Januar 2018

Leben in Ungewissheit

Das kleine Mädchen hatte eine Menge zu verkraften: die Trennung vom Bruder, der in einem Heim lebt, die Drogensucht der Mutter, die Tatsache, dass der Vater im Gefängnis sitzt. Sicherheit und Geborgenheit erlebte die siebenjährige Jessie erst bei ihrem Onkel, der sie als Pflegekind aufgenommen hat. Doch Hilfe und Unterstützung haben Mario Kessler und seine Frau vom Jugendamt lange Zeit nicht bekommen – kein Einzelfall.

Mitteldeutscher Rundfunk, 14. Februar 2018

Ombudsperson für Schlichtung

Wolfgang Seelbach, Kreistagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen glaubt, dass manche Entscheidung des Jugendamtes nur besser erläutert werden müsse. „Das ist aber nur selten möglich, wenn die Emotionen hochkochen.“ Darum solle möglichst eine Ombudsperson solche Auseinandersetzungen schlichten. Im Idealfall könne eine Partei in einem Sorgerechtsverfahren die Ombudsperson anrufen. Dann werde geschlichtet.

Märkische Allgemeine, 27. März 2018

Jugendamtsmitarbeiter wegeschließen

In all dem Elend des Kinder- und Jugendhilfesystems gibt es natürlich auch Lichtblicke, für die alle sorgen, die solchen Behörden wie dem Wilhelmshavener Jugendamt die Tranfunzeln entreißen. Da gibt es zum Beispiel eine Schulleiterin, die eines Morgens ein Kind aus dem Unterricht holen und zwei Jugendamtsmitarbeiterinnen übergeben soll. Sie bittet die Behördenvertreterinnen in ihr Büro und schließt sie ein.

Das Jugendamt, 7. Mai 2018,  Hier weiterlesen

Wende in Sorgerechtsstreit

Im Fall eines elfjährigen Jungen, dessen Vater wiederholt die Arbeit des Jugendamtes Havelland kritisiert hatte, hat es eine überraschende Wende gegeben. Durch den Bericht eines Polizeibeamten über ein Gespräch mit dem Jungen, der dem Amtsgericht bei einer neuerlichen Verhandlung am 7. Mai vorlag, hat es eine Entscheidung im Sinne des Vaters gegeben.

Der Vater Karsten K. versucht seit Jahren, vor Gericht ein gemeinsames Sorgerecht und die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts für seinen Sohn zu erstreiten. Die Eltern waren nie verheiratet, hatten einige Jahre zusammen gelebt und sich 2009 getrennt.

Wieder weiße Bettlaken?

Fünf Jahre ist es her, dass zum ersten Mal weiße Bettlaken aus den Fenstern einiger Berliner Jugendämter hingen. Die weiße Fahne als Zeichen der Kapitulation. Gute Kinderschutzarbeit sei nicht mehr zu leisten, hieß es schon damals. Zu viele Fälle, zu wenige Sozialarbeiter, die sich um die Familien kümmern. Schließzeiten wurden eingerichtet, um liegengebliebene Arbeit abzutragen. Einige Stellen mehr wurden finanziert. Doch rund läuft es in den Jugendämtern noch immer nicht.

Berliner Kurier, 19. Mai 2018

Hört sich wie ein schlechter Scherz an, ist aber wohl keiner

Sozialsenatorin Anja Stahmann will vor den Sommerferien den Prozess zur Entlastung von Fallmanagern im Jugendamt in Gang bringen. Vorbild könnte Hamburg sein, dort wurden rund 76 Stellen geschaffen.

Weserkurier, 3. Juni 2018

Lange Wartezeiten für Familien

Hohe Arbeitsbelastung, unbesetzte Stellen, fehlende Bewerber: Seit Langem arbeiten die Mitarbeiter der Regionalen Sozialen Dienste in den Jugendämtern der Berliner Bezirke unter schwierigen Bedingungen. Leidtragende sind vor allem auch Kinder und Familien in Problemsituationen, die Hilfe brauchen. Sie müssen immer länger auf immer weniger Termine warten, Gespräche fallen kürzer aus, bei Gerichtsterminen werden sie häufiger allein gelassen. Bis Hilfsmaßnahmen beginnen, vergeht oft lange Zeit.

rbb, 25. Juni 2018

Kinderleben gefährdet?

Die Botschaft ist drastisch: "Politisches Versagen gefährdet Kinderleben" steht auf einem der vielen Transparente, die Mitarbeiter der Berliner Jugendämter am Morgen vor der Senatsbildungsverwaltung entrollen. Zu wenig Personal bei zu vielen Fällen, dauerhafte Überlastung und fehlende Anerkennung - das sei Alltag in den Sozialen Diensten der Berliner Jugendämter, sagt Sozialpädagogin Ines: "Wenn alle nicht mehr weiter wissen, dann macht man eine Meldung beim Jugendamt. Und wir stehen mit einem Bein im Gefängnis, wenn wir nicht dafür sorgen, dass das Kind sicher ist."

rbb, 6. Juli 2018

Mehr Geld für ein schlechtes System?

Wenn ein System schlecht ist, steigert man die Zahl der Beschäftigten in diesem System und bezahlt jeden Beschäftigten besser? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man hört und liest, was Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter fordern, die in diesen Tagen in Berlin auf die Straße gegangen sind. Sie wollen 140 neue Stellen und werfen der Politik Versagen vor.


Jugendämter abgezockt

Alois B. soll nach Aussagen mehrerer ehemaliger Angestellter mit seinen Firmen die Betreuung für schutzbedürftige Kinder und Jugendliche in freier Trägerschaft übernommen haben. Dafür habe er von Jugendämtern Geld kassiert, dieses aber nur zum Teil zweckgemäß eingesetzt. Mehrere Erzieher und Sozialarbeiter berichten, sie hätten monatelang keinen Lohn erhalten. Es gäbe Außenstände bei Sozialversicherungen und Vermietern. Außerdem sei zumindest in einer Einrichtung das Geld für das Essen der Jugendlichen zu knapp bemessen gewesen.


MDR, 26. Juli 2018


61 383 "Inobhutnahmen" in 2017

In 58 Prozent der Fälle ging die Inobhutnahme von den Jugendämtern und sozialen Diensten aus, in 17 Prozent waren es die Kinder und Jugendlichen selbst, die Hilfe bei den Behörden suchten. 14 Prozent der Inobhutnahmen gingen Hinweise der Polizei voraus, nur in sechs Prozent der Fälle waren es die Eltern, die sich ans Jugendamt wandten. Auf die übrigen fünf Prozent machten Ärzte, Lehrer oder Verwandte aufmerksam.

Süddeutsche Zeitung, 22. August 2018


Mehr Hinweise
Die Zahl der Hinweise auf die Gefährdung 
und Misshandlung von Kindern hat in NRW 
in den vergangenen Jahren deutlich 
zugenommen. Die Jugendämter leiteten 
2017 in rund 40.000 Fällen ein Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls ein.


Eine akute Vernachlässigung des Kindes 
wurde in rund jedem achten Fall festgestellt. 
Seit 2012 ist die Zahl der registrierten Fälle 
um ein Viertel gestiegen, teilte das 
Statistische Landesamt am Dienstag mit.
WDR, 4. September 2018

Frau Leppin schafft das bald nicht mehr

In den Augen vieler Deutscher machen Leppin 
und ihre Kollegen vor allem eines: entscheiden 
und das im Zweifel falsch. Darüber, ob ein Kind 
bei den Eltern bleibt oder nicht. Dann heißt es entweder: "Die reißen Familien auseinander." 
Oder, wenn ein Kind zu Schaden kam: "Wieso 
hat das Jugendamt nichts unternommen?" 
Leppin hat das oft gehört. Sie weiß, wie auf 
sie und ihre Kollegen geschaut wird. Dass 
niemand jubelt, wenn sie einer 13-Jährigen 
einen Schlafplatz besorgt. Wenn sie 99-mal 
richtig entscheidet. Nur wenn sie einmal 
danebenliegt und einem Kind etwas passiert, 
werden alle hinschauen. Auf diese Arbeit, 
die sie an manchen Tagen glücklich macht 
und an anderen traurig. Über die sie denkt, 
wenn sie auf den Berg ihrer Akten schaut: 
"Wie soll ich das alles schaffen?" Und: 
"Ich schaffe das nicht mehr lange."

stern, 17. September 2018

Mail an den "stern"-Redakteur

Mir geht es so ähnlich wie Frau Leppin: Ich schaffe das bald auch nicht mehr. Fast täglich bekomme ich Anrufe von verzweifelten Eltern, lese Gutachten, Beschlüsse, Anwaltsschreiben und frage mich manchmal, wo wir eigentlich leben.  Jugendämter stellen Ansprüche an Eltern, die niemand erfüllen kann, missachten die Gesetze, in denen steht, dass nach einem Kindesentzug jede erdenkliche Hilfe aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis in Anspruch genommen werden muss, sie wiederholen ungeprüft, was in Gutachten, die oft falsch sind, steht, stellt man Fragen, wird gewarnt - vor dem Fragesteller. Mich hat das Jugendamt von Wilhelmshaven kriminalisiert - weil ich mich dafür einsetze, dass sich Geschwister endlich sehen dürfen?


Ich habe als Redakteur und blogger immer gehofft, auch nur einmal ein Jugendamt kennenzulernen, das sich anders verhält. Das ist mir bisher nur einmal gelungen. Derzeit liegt mir das Kreisjugendamt Viersen quer im Hals...

Sachbearbeiter mit Messer verletzt

Eine junge Mutter soll in Lippstadt im Kreis Soest 
einen Mitarbeiter des Jugendamtes mit einem Messer 
angegriffen und verletzt haben. Die 25-Jährige sei 
bei einem Termin am Donnerstagmorgen mit einem 
Schälmesser auf den 39 Jahre alten Sachbearbeiter 
losgegangen, teilte die Polizei mit. Den Angaben 
zufolge ist die Frau psychisch krank. Daher sei ihr 
das Sorgerecht für ihr zweijähriges Kind entzogen 
worden. An der Entscheidung war der 39-Jährige 
demnach beteiligt.

Welt, 20. September 2018
Katholiken demonstrieren nicht

Zugegeben, ich hatte etwas Anderes erwartet: demonstrierende Katholikinnen und Katholiken auf den Straßen Fuldas zum Beispiel. Die ihre Solidarität zeigen mit jenen mehr als 3.600 Kindern und Jugendlichen, die aktenkundig von Klerikern missbraucht wurden. Die  dagegen protestieren, wie die Hierarchen mit den Betroffenen umgingen. Die einfach sagen: Wir fügen uns diesem System nicht mehr. Doch es kamen keine 3.600 Protestierenden zusammen, auch keine 360 und keine 36. Es blieb still auf den Straßen Fuldas. Und es blieb still bei der lange erwarteten Pressekonferenz, auf der eine Studie zum Ausmaß des Missbrauchs präsentiert wurde.

Deutschlandfunk, 25. September 2018

Personalnot wächst

Die Kehrtwende in den ausgedünnten Jugendämtern 
lässt auf sich warten: Noch bevor am Mittwoch am 
Alexanderplatz eine Demonstration gegen den 
bundesweiten Personalmangel begann, wurde bekannt, 
dass sich in einigen Berliner Bezirken der Notstand sogar 
noch verschärft hat: Der Anteil der freien Stellen 
wuchs auf rund 20 Prozent. Dies belegt eine aktuelle 
Anfrage der CDU-Abgeordneten Emine Demirbüken-Wegener.

Tagesspiegel, 4. Oktober 2018


Paar kommt angeblich vom Jugendamt

Ein Mann und eine Frau haben sich am Donnerstag (18.10.2018) als Jugendamtsmitarbeiter ausgegeben, betraten eine Wohnung und gaben an, nach einem Säugling zu sehen zu wollen.

Das Paar klingelte gegen 10.30 Uhr an der Wohnungstür einer jungen Familie in Holzminden. Die Familie selbst, ein 24-jähriger Mann, seine 18-jährige Lebensgefährtin und der 3 Monate alte Sohn, waren nicht Zuhause, lediglich ein Bekannter, ein 25 Jahre alter Mann aus Algerien, hielt sich zu dem Zeitpunkt in der Wohnung auf.

Täglicher Anzeiger, 22. Oktober 2018

Ein Experte der Grünen in Dresden

"Premiere im Jugendhilfeausschuss: Erstmals hat es in diesem Gremium eine öffentliche Expertenanhörung gegeben."

Melden die "Dresdner Neueste Nachrichten" am 28. Mai 2018.

Thema: Das Wohl von Flüchtlingskindern. Die Grünen haben einen der Experten eingeladen.


Burgdorfer Kreisblatt, 13. November 2018

Eckpunktepapier für Kinderschutz in Berlin

Das Eckpunktepapier zielt auf die Stärkung der sogenannten Regionalen Sozialpädagogischen Dienste (RSD) in den Jugendämtern - eine Anlaufstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche bei Erziehungsfragen und familiären Problemen in den Bezirken. Beklagt wird dort seit Jahren Personalnotstand. Sozialarbeiter und -pädagogen seien überlastet, die Fluktuation hoch und der Kinderschutz könne nicht mehr gewährleistet werden, heißt es im Eckpunktepapier.

RBB, 19. November 2018

Kinderheime und Ulrike Meinhof

Peter Wensierski verfasste einen Artikel mit dem Titel "Die unbarmherzigen Schwestern" und 2006 das Buch "Schläge im Namen des Herrn". Doch: War das wirklich der Anfang? Nein. Ulrike Meinhof, die den meisten wohl nur als Terroristin bekannt ist, befasste sich schon viel früher als Redakteurin der "konkret" mit dem Thema. Ihr Film "Bambule-Fürsorge-Sorge für wen?" wurde Anfang der 70-er Jahre verboten. Es dauerte 24 Jahre, bis er ausgestrahlt wurde.

Burgdorfer Kreisblatt, 1. Dezember 2018

Meistens ein Jahr im Heim

Der noch immer verbreiteten Vorstellung, dass Kinder, wenn, dann über viele Jahre im Heim leben, sei nicht so leicht beizukommen. Die meisten bleiben etwa ein Jahr, sagt Frodl. „Wir streben als Erstes immer die Rückführung in die Familie an oder weiterführende Hilfen oder die Vermittlung in eine Pflegefamilie.“ Ob ein Kind in die Obhut des Kinderheims gegeben wird, entscheidet das Jugendamt. Auslöser gebe es verschiedene: „Das kann wegen einer akuten Bedrohung sein, wegen Vernachlässigung, wegen Erziehungsproblematiken, die nicht so einfach überwindbar sind, oder auch, weil ein alleinerziehender Elternteil ins Krankenhaus muss und keine Verwandtschaft da ist.“

Volksstimme, 17. Dezember 2018

Junge geht nicht zur Schule

Ein sechsjähriger Junge mit Hilfsbedarf aus Bremerhaven geht seit drei Monaten nicht mehr zur Schule. Ein Streit um die Bewilligung einer Schulbegleitung zwischen dem Jugendamt und der Bremerhavener Karl-Marx-Grundschule einerseits und der Mutter des Jungen andererseits verhindert, dass dieser am regulären Unterricht teilnehmen kann. Das Verwaltungsgericht Bremen hatte zwar im Oktober einstweilig angeordnet, dem laut Behörde verhaltensauffälligen Kind bis spätestens zu den Weihnachtsferien eine Begleitung zur Teilhabe an der Schule zu bewilligen, aber eine Einigung darüber blieb trotzdem aus.

taz, 21. Dezember 2018

Kein Familiengeld für Pflegeeltern

Die Diskussionen um das neue Familiengeld 
ebben nicht ab. In einer aktuellen 
Pressemitteilung kritisieren die Grünen, dass 
einige Hundert Pflegeeltern in Bayern kein 
Familiengeld bekommen. Auch diese Redaktion 
machte deren Frust bereits im November 
zum Thema. Nun fordert die Landtagsfraktion 
ein sofortiges "Ende der Ungleichbehandlung". 
Peter Able, Vorsitzender des Landesverbandes 
der Pflege- und Adoptivfamilien, ärgert sich, 
dass Pflegeeltern wieder hinten runter fallen. 
"Bei jeder Gelegenheit erwähnt die Politik, wie 
sehr Pflegeeltern Kommunen und Jugendämter 
entlasten, doch honoriert wird diese Leistung nicht."

Main-Post, 27. Dezember 2018 

Sonntag, 28. Dezember 2014

Aufgelesen 2014

Zahl der Kindesentzüge fast verdoppelt

Das habe ich nun nicht so ganz verstanden: 2014 hat das Burgdorfer Jugendamt fast doppelt so viele Kinder (13 statt 7) aus ihren Familien geholt wie 2013, weil "die Akzeptanz von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit" nicht "immer gegeben sei, wie Diskussionen um die Schließung von Bolzplätzen" zeigen? Soll laut "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte" vom 27. Dezember 2014 die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Christiane Gersemann, gesagt haben. Oder ist dieses Zitat von der Redakteurin Sandra Köhler aus einem größeren Zusammenhang gerissen und sinnlos gemacht worden?
Burgdorfer Kreisblatt, 27. Dezember 2014

Bundesverfassungsgericht stärkt Elternrechte

Behörden dürfen Eltern ihre Kinder nur wegnehmen, wenn diese Eltern das "körperliche, geistige oder seelische Wohl" des Kindes "nachhaltig gefährden". Stützen sich Gerichte dazu auf Sachverständigengutachten, müssen sie deren Stichhaltigkeit "streng" überprüfen, wie das Bundesverfassungsgericht entschied. Weiter heißt es, der Staat dürfe seine Vorstellung von gelungener Kindeserziehung nicht an die Stelle der elterlichen Vorstellung setzen. (Az. 1 BvR 1178/14)

t-online, 28. November 2014

Zuschuss für künstliche Befruchtung nur für Ehepaare

Klappt es nicht mit dem Baby, wird es teuer. Eheleute erhalten von der Krankenkasse wenigstens einen Zuschuss zur künstlichen Befruchtung, ledige Paare dagegen müssen sie selbst finanzieren - selbst wenn ihre Krankenkasse sie unterstützen will. Das Bundessozialgericht in Kassel entschied jetzt: Das ist rechtens.

Focus, 18. November 2014

Sexuelle Übergriffe - und Kinderpornos?

Kommissar Internet hat heute eine mail von einem ehemaligen Heimkind bekommen, das sich Heiko nennt und nach seinen Angaben in Südfrankreich lebt. Die meiste Zeit hat der 43-Jährige seinen Schilderungen zufolge auf den Straßen Europas verbracht. Heiko erzählt: “Ich habe gebettelt oder Straßenmusik gemacht.” Heiko würde gern Kleinbauer werden.

Hier weiterlesen, 14. November 2014

Der Arschloch-Faktor

Arschlöcher sitzen in Behörden. Beispielsweise in Jugendämtern. Weiß ich aus Erfahrung, weil ich Eltern, Mütter und Väter berate, die Stress mit diesen Behörden haben. Wir müssen nur hinhören. Bei Jugendämtern, wenn sie schweigen. Das machen viele derzeit geradezu betreten. Während sich der Richterbund fragt, warum Richter auf falsche Familiengutachten hereingefallen sind, fragen sich Jugendämter - nichts?

blogdirdeinemeinung, 6. November 2014

Wie ein Rollkommando

Das Jugendamt kommt wie ein Rollkommando. Erst bittet eine Mutter wegen eines Rückenleidens um eine Haushaltshilfe. Dann sind die Kinder weg.

Explosiv, 28. Oktober 2014

Mit Rotkreuz-Auto Fünfjährigen verschleppt?

Möglicherweise hat er am 18. August in Garbsen bei Hannover mit einem auf das Rote Kreuz zugelassenen Auto einen Fünfjährigen verschleppt, bestätigte der Augsburger BRK-Kreisgeschäftsführer Michael Gebler am Montag entsprechende Informationen der "Augsburger Allgemeinen".

Da der 39-Jährige für das BRK als leitender Notarzt tätig gewesen sei, verfüge er über einen Wagen mit Blaulicht.
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Der Arzt sitzt seit der vergangenen Woche in Untersuchungshaft, weil er sich seit 2012 an mindestens vier Jungen im Alter von vier bis sieben Jahren vergangen haben soll. Der Mann war seit September 2013 als Assistenzarzt auf der Intensivstation der Kinderklinik der Medizinische Hochschule Hannover beschäftigt. dpa 20. Oktober 2014


Gutgläubiges Jugendamt

Fakt ist, dass im Jugendamt täglich mehrere Dutzend Rechnungen zur Zahlung angewiesen werden. Im speziellen Fall führten Plausibilitätsprüfungen zwar zu gelegentlichen Rückfragen beim Leistungserbringer. Einen Anlass, Verdacht zu schöpfen, habe es aber nicht gegeben, nehmen der Landrat und sein Stellvertreter ihre Mitarbeiter in Schutz. Monierte Rechnungen seien anstandslos korrigiert worden - fatalerweise von den Verurteilten selbst. Zu ihnen bestand offenbar ein über Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis. Nur so konnte es passieren, dass fehlende Unterschriften von Leistungsempfängern nicht nachgereicht werden mussten - eine Gutgläubigkeit, die dem betrügerischen Duo sein Geschäft erleichterte. Damit sich Schlupflöcher wie diese nicht mehr auftun, soll künftig vor einer Zahlungsanweisung genauer hingesehen werden, ob alle Formalien korrekt erfüllt sind.

Morgenweb Rhein-Neckar, 10. Oktober 2014

Schlampige Gutachten - falsche Urteile

Das Kind ist weg – schlampige Gutachten, falsche Urteile! In den letzten Wochen waren wir viel unterwegs für unsere MDR-Dokumentation. Auch Claudia Renneberg und ihren Sohn Timon haben wir wieder getroffen. Wie geht es den beiden? Können sie jetzt endlich ein selbstbestimmtes Leben führen? Mutter und Sohn waren vor einem Jahr ins Ausland geflohen, nachdem Timon bereits 1 ½ Jahre in einer Pflegefamilie leben musste. Im Januar 2014 hatte Claudia Renneberg sich freiwillig den Behörden gestellt. Die Hoffnungen auf ein Einlenken der Ämter waren groß. Denn schließlich hatte ein mangelhaftes Gutachten zu den für die ganze Familie traumatischen Erfahrungen geführt! MDR Fernsehen, Exakt Die Story, 15. Oktober 2014, 20.45 Uhr.

Ankündigung von Andros-Film, 2. Oktober 2014

Scharfe Kritik an Jugendamt Gießen

Archeviva, 17. September 2014


Strafantrag gegen Oberbürgermeister

Ich habe gegen den Oberbürgermeister von Wilhelmshaven Strafantrag wegen Verleumdung gestellt.

Hier lesen

Kinder leiden

Sie werden geschlagen, müssen hungern und werden eingesperrt – manche Kinder zahlen den Hass, die Überforderung und die Gleichgültigkeit ihrer Eltern sogar mit dem Leben. 2013 führten die Jugendämtern in knapp 116.000 Fällen Überprüfungen in Familien auf Kindeswohlgefährdung durch, 38.000 Kinder und Jugendliche gelten demnach als gefährdet:  Bei rund 17.000 Kindern stellten die Behörden eine akute Gefährdung fest, bei 21 .000 Minderjährigen erkannten die Jugendämter eine latente Gefahr. Die Zahlen hätten sich zum Vorjahr nicht verändert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Mädchen und Jungen sind der Statistik zufolge gleich stark gefährdet.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2014

Das liest Papi hoffentlich nicht vor

Falls irgendein Papi irgendeinem Kind diese Pressemitteilung des niedersächsischen Kultusministeriums und der Stiftung Lesen vorlesen sollte, schnarcht der Nachwuchs hoffentlich schneller als Papi den angerichteten Schaden wieder gut machen könnte, wenn das Kind länger als fünf Minuten zuhören würde. Das Beste wäre: Beide schnarchen sofort und werden von Mami verständnisvoll zugedeckt.

Wer schreibt nur solche Pressemitteilungen?, 8. Juli 2014

Therapie-Anbieter gewinnen gegen Jugendamt

Hannover - 4. Juli 2014. Ein von 24 Anbietern ambulanter Dyskalkulie- und Legasthenietherapien vor dem Verwaltungsgericht gegen das Jugendamt der Region Hannover geführtes Eilverfahren ist in dieser Woche unstreitig zu Ende gegangen. Die Anbieter hatten sich dagegen gewehrt, ab dem 1. Juli 2014 von einer vom Jugendamt der Region geführten und in langjähriger Verwaltungspraxis bisher im Rahmen der Bewilligung von solchen Therapien den Leistungsberechtigten zur Verfügung gestellten Anbieterliste gestrichen zu werden. Hintergrund der angekündigten Streichung aus der Liste ist der Umstand, dass die betroffenen Anbieter ein ihnen vom Jugendamt unterbreitetes Angebot zum Abschluss einer Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsvereinbarung nach § 77 SGB VIII bisher nicht angenommen haben, weil sie es unter anderem hinsichtlich des danach vorgesehenen Vergütungssatzes für die einzelne Therapieeinheit für zu niedrig halten.

In einem Erörterungstermin bei Gericht hat das Jugendamt der Region erklärt, in Zukunft gegenüber den Leistungsberechtigten eine Anbieterliste überhaupt nicht mehr verwenden zu wollen. Daraufhin haben die Beteiligten das Verfahren übereinstimmend für erledigt erklärt. Mit dem Einstellungsbeschluss hat das Gericht der Region Hannover die Verfahrenskosten auferlegt.


Aktenzeichen: 3 B 9975/14

Pressemitteilung: Urteil im Mordfall Christina rechtskräftig

Osnabrück - 1. Juli 2014. Das Urteil des Landgerichts Osnabrück in dem Mordprozess „Christina" ist rechtskräftig, Az. 3 KLs 3/14. Der Verteidiger des Angeklagten hat heute die Rücknahme der Revision erklärt.

Die Jugendkammer des Landgerichts Osnabrück verurteilte den heute 46-jährigen Angeklagten am 31. 3. 2014 wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von 8 Jahren. Bei dieser Entscheidung kam Jugendstrafrecht zur Anwendung, weil der zur Tatzeit 19-Jährige wegen Reifeverzögerungen in seiner Entwicklung einem Jugendlichen gleichstand.

Aufgrund des glaubhaften Geständnisses des Angeklagten und einer DNA-Spur stand für die Kammer fest, dass der Angeklagte am 27. November 1987 in Osnabrück die 9-jährige Christina spontan ergriffen hatte, um sie zu vergewaltigen. Als dies misslang, erklärte das Mädchen, sie werde ihrer Mutter von dem Vorfall berichten. Daraufhin erstickte der Angeklagte Christina mit ihrem Schal, um die versuchte Vergewaltigung zu verdecken.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, da der Verurteilte erst Jahrzehnte nach der Tat überführt wurde. Aufgrund neuer Untersuchungstechniken konnte im letzten Jahr an der Opferkleidung eine DNA-Spur gefunden werden, die zum Angeklagten führte. Dieser hatte den Tatvorwurf dann vollständig eingeräumt und sich im Sitzungssaal bei der Familie von Christina entschuldigt. Er bedaure die Tat zutiefst und habe keine Erklärung, wie es dazu habe kommen können. Insbesondere dieses Geständnis ermöglichte die nunmehr rechtskräftige Verurteilung wegen Mordes. Andere Delikte wären verjährt gewesen.


Viele Kinder nicht geimpft

Viele Kinder in Deutschland sind nur unzureichend vor gefährlichen Krankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken geschützt, weil ihnen nötige Impfungen fehlen. In Deutschland rangiere das Elternrecht noch immer vor dem Kindeswohl, klagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, am Freitag in Berlin.

Lausitzer Rundschau, 14. Juni 2014

Polizeibeamte belasten Jugendamt

Das Wilhelmshavener Amtsgericht zweifelt an seiner Zuständigkeit, der Richter ist ein wenig ratlos, wenn es um die Frage geht, wann und wo ich die der Klageschrift beigefügten Artikel geschrieben haben soll. Von hoher Qualität ist diese Zivilklage jedenfalls nicht. Interessant sind aber die Anlagen. Dazu später.
Der Polizeibeamte, der sich inzwischen Baier nennt, will mir nicht nur straf-, sondern auch zivilrechtlich mehrere Behauptungen untersagen lassen. Nach seinen Angaben hat er sich weder Wiegand noch Schweiger genannt, er sei auch nicht in meine Wohnung eingedrungen, ohne sich auszuweisen und ohne den Grund für die Wohnungsdurchsuchung zu nennen. Doch es ist so eine Sache mit solchen Lügen. Man kann schnell entlarvt werden.

Anwalt eines Polizisten belastet Jugendamtsmitarbeiterin, 7. Juni 2014 


Anna darf Heim wieder verlassen

Heute dürfte einigen Leserinnen und Lesern die “Neue Presse” aus der Hand gefallen sein, während sie auf Seite 14 den Artikel mit der Schlagzeile “Anna (15) wieder zu Hause – Verfassungsgericht hebt Urteil auf und vereint die Familie” gelesen haben. Dazu gab es mehrfachen Anlass: Ein Anwalt wirft einer Gutachterin vor, die Unwahrheit über Anna geschrieben zu haben, im Gutachten wird die enge Beziehung zwischen Mutter und Kind negativ bewertet.

Bundesverfassungsgericht hebt OLG-Urteil auf, 6. Juni 2014


Peter Fox wird im CD-Player verrückt

31. Mai 2014. Da wird doch der Peter Fox im CD-Player verrückt. Während dieser Sänger seit Jahren von einem Haus am See träumt, bietet mir die Staatsanwaltschaft von Oldenburg ein Haus am Schlagloch an. Warum soll ich jetzt noch die Staatsanwaltschaft von Hannover kritisieren, wenn ich doch eine andere Staatsanwaltschaft loben kann? 

Vor ein paar Monaten erst bin ich nach Burgwedel bei Hannover umgezogen. Nun soll ich nach Wilhelmshaven zurückkehren. Angeboten wird mir dort nicht das Rathaus (der Turm wackelt, es besteht Einsturzgefahr), nicht die Stadthalle (dort zieht es wie Hechtsuppe, bei Sturm kann dort nur noch "Der fliegende Holländer" aufgeführt werden), sondern das Gefängnis. Das wird nachts hell erleuchtet und ist auch tagsüber zweifellos das schönste Gebäude von Wilhelmshaven. Die Straße hinter dem Gefängnis hat zwar viele Schlaglöcher, aber sonst...

Warum mir die Staatsanwaltschaft von Oldenburg dieses Angebot macht? Hier klicken

Jugendhilfeausschuss soll es wieder geben

Hannover - 27. Mai 2014. Mit einem Gesetzentwurf zum Kinder- und Jugendhilferecht, dessen Einbringung in den Landtag am (heutigen) Dienstag vom Kabinett beschlossen wurde, schafft die Landesregie­rung die rechtlichen Voraussetzungen für die Wiedereinsetzung eines Jugendhilfeausschus­ses. Die Landesregierung unterstreicht damit den hohen Stellenwert der Kinder- und Ju­gendpolitik in Niedersachsen und unterstützt die Zusammenarbeit der öffentlichen und der freien Jugendhilfe.

Alle Vorschläge der beteiligten Verbände und Organisationen im Rahmen der Verbands­anhörung zum Gesetzentwurf seien sorgfältig geprüft worden, sagte So­zialministerin Cornelia Rundt. Sie sei erfreut darüber, dass die Wiedereinrichtung des Lan­desjugendhilfeausschusses auf eine positive Resonanz gestoßen ist. Einige Anregungen und Ideen seien in den Gesetzentwurf eingeflossen. So werden im künftigen Landesjugend­hilfeausschuss neben Interessenvertretungen aus den Bereichen der Jugendarbeit und Ju­gendsozialarbeit, der kommunalen oder kirchlichen Ebenen oder den Verbänden von Migrantinnen und Migranten auch solche Mitglieder sein, die über spezielle Erfahrungen in den Bereichen der Behindertenhilfe, der Inklusion und dem Kinder- und Jugendschutz verfü­gen. Die Mitgliederzahl des Landesjugendhilfeausschusses soll daher von 15 auf 23 Mitglie­der heraufgesetzt werden.

Hintergrund:

In der Sitzung am 18. April 2013 hatte der niedersächsische Landtag den Entschließungsan­trag von SPD und Grünen „Politik gemeinsam mit der Fachwelt - Wiedereinrichtung des Landesjugendhilfeausschusses" angenommen und die Landesregierung gebeten, einen Entwurf zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (AG KJHG) vorzulegen. Der Landesjugendhilfeausschuss war von der Vorgängerregierung am 1. Januar 2007 abgeschafft und durch den „Landesbeirat für Kinder- und Jugendhilfe und Familienpolitik" ersetzt worden. Die Abschaffung des Landesjugendhilfeausschusses erfolgte seinerzeit gegen das ausdrückliche Votum von Verbands.Vertreterinnen und -Vertretern der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen.


Pädophile festgenommen

Die Polizei hat den Führungskreis eines bundesweit operierenden Pädophilen-Netzes bei dessen geheimen Treffen festgenommen. Bei der Großrazzia in Aschersleben in Sachsen-Anhalt wurden zehn Männer im Alter zwischen 22 und 60 Jahren und eine 57 Jahre alte Frau festgenommen, wie die Polizei am Sonntag in Magdeburg mitteilte.

Stern online, 4. Mai 2014

Wieder die Odenwaldschule...

Ein Lehrer der hessischen Odenwaldschule steht im Verdacht des Besitzes von Kinderpornographie. Seine Wohnung in dem Internat sei bereits vor zehn Tagen von der Polizei durchsucht worden, teilte eine Sprecherin der Schule mit.

Dabei hätten die Ermittler Dateien und persönliches Material sichergestellt. Die Schule habe dem Lehrer fristlos gekündigt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.


Süddeutsche Zeitung, 19. April 2014

Hat Sonderschullehrer Kinder misshandelt?

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Mann als Lehrer an der Pestalozzischule für Lernhilfe in Eschwege in zehn Fällen Kinder misshandelt hat. Die betroffenen Mädchen und Jungen sind heute zwischen neun und elf Jahre alt.

Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 14. März 2014

Offene mail an die Stadt Wilhelmshaven

Nun wird in Wilhelmshaven das Gerücht gestreut, die Polizeibeamten Wiegand und Schweiger (so haben sie sich bei der Wohnungsdurchsuchung mir gegenüber genannt) planten eine Strafanzeige gegen mich, weil ich über die illegale Aktion des Wilhelmshavener Jugendamtes ausführlich berichtet habe. Der Vater meines Patenkindes aus Münster sei deswegen von der Polizei bereits angerufen worden. Allerdings habe er eine schriftliche Ladung für sein Verhör noch nicht bekommen. Ein solcher Anruf seitens der Wilhelmshavener Polizei vor Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens wäre sicherlich genauso gewöhnungsbedürftig wie eine Wohnungsdurchsuchung ohne dringenden Tatverdacht.  Gäbe es ein Ermittlungsverfahren gegen mich, dann müsste auch das Jugendamt angehört werden. Schließlich hat eine Jugendamtsmitarbeiterin schweigend vor meiner Wohnungstür gestanden, als die Polizeibeamten mit Gewalt in meine Wohnung eindrangen – ohne sich auszuweisen und ohne Angabe des Grundes!
Würde ich eine Ladung als Beschuldigter bekommen, würde ich der mit Vergnügen Folge leisten. Angehört werden müsste ich von der Polizei meines neuen Wohnortes. Die würde sicherlich aus allen Wolken fallen, wenn ich ihr die Schriftstücke vorlege, die ich bekommen habe (jeder schob dem anderen die Schuld in die Schuhe). Um die Anweisung des niedersächsischen Innenministeriums, die Oldenburger Polizei müsse das Verhalten ihrer Wilhelmshavener Kollegen prüfen, hat sich auch niemand gekümmert. Die Wilhelmshavener Polizei überprüfte sich selbst. Würde auch das vor Gericht zur Sprache kommen, wäre der Skandal perfekt.
Ich werde mich wegen des Gerüchtes nicht an die Wilhelmshavener Polizei wenden, sondern weiter recherchieren. Sollte der Vater meines Patenkindes das Gerücht bestätigen, würde es stauben. Darauf ist Verlass.  Meine Broschüre über diesen Fall habe ich bei www.lulu.com unter dem Titel “Lügen haben Jugendamts-Beine” veröffentlicht. 

Wenn Kinder aus der Schule fliegen

Report Mainz berichtet am 4. März, 21.45 Uhr, über Kinder, die wegen angeblicher psychischer Probleme von der Schule fliegen.

Keine Sterbehilfe für Kinder

Hannover - 14. Februar 2014. Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt spricht sich entschieden gegen eine Sterbehilfe für Kinder aus, wie sie künftig in Belgien möglich sein soll. „Wenn ein Kind stirbt, dann ist das für alle Beteiligten eine schreckliche Tragödie", erklärt Rundt: „Kinder sollten aber an der Hand eines ihnen zugewandten Menschen sterben, nicht durch die Hand eines anderen."
Es sei vielmehr von elementarer Bedeutung, dass für Kinder eine qualitativ hochwertige Palliativmedizin vorgehalten werde. „Vorbildlich ist das Kinderhospiz Löwenherz in Syke", hebt Rundt hervor: „Sowohl die Kinder als auch ihre Familien erhalten hier viel Zuwendung und professionelle Betreuung." Das Land habe den Anbau eines Jugendhospizes in Syke im vergangenen Jahr mit 600.000 Euro gefördert. Ebenfalls vom Land gefördert wird das Programm „Runder Tisch schwerstkranke Kinder", über den Projekte für betroffene Kinder initiiert werden. „Sterbende Kinder und ihre Angehörigen müssen alle medizinische und soziale Unterstützung bekommen, die sie benötigen", sagt die Sozialministerin.

90 Fälle für einen Mitarbeiter

Die Grüne Jugendpolitikerin Christiane Blömeke hat den Fall Yagmur zum Anlass genommen, den Senat zu fragen, wie hoch die Fallbelastung der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) in den Jahren 2012 und 2013 war. Das Mädchen Yagmur wurde im Dezember in ihrem Elternhaus zu Tode geprügelt, obwohl nacheinander die Jugendämter Bergedorf, Eimsbüttel und Mitte für ihren Schutz zuständig waren. Heraus kamen erschreckende Zahlen. Im Jahr 2013 war ein ASD-Mitarbeiter im Durchschnitt für knapp 90 Fälle zuständig.

taz, 23. Januar 2014



Großmutter gründet Selbsthilfegruppe

Sie plant in Ravensburg eine Selbsthilfegruppe „Für Kindeswohl“, die eine Anlaufstelle für betroffene Eltern sein soll, die nach einer Trennung Probleme mit dem Umgangsrecht für ihre Kinder haben. Es gibt nach Reichles Erfahrungen vor allem dort Komplikationen, wo nach einer konfliktreichen Trennung ein gemeinsames Sorgerecht ausgesprochen wurde.

Schwäbische, 21. Januar 2014

Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg lügt bis zur letzten Sekunde
“Wir bedauern sehr die Therapeutische Gemeinschaft (TG) Wilschenbruch schließen zu müssen und bedanken uns ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren zum Wohle der betreuten Kinder und Eltern.” 
Mit diesen Schlussworten hat sich die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch aus dem Netz verabschiedet. Die Einrichtung werde im März oder April 2014 geschlossen. Die Arbeit müsse beendet werden, weil das “neue Konzept” finanziell nicht tragfähig sei. Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch habe jedoch erfolgreich gearbeitet.
Wenn Lügen zu einem Totalausfall des Netzes führen würden, wären jetzt überall auf der Welt die Monitore schwarz. Wer diesen Abschiedsgruß verfasst hat, wird von der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung nicht verraten. Ist wohl auch gut so.